Vogtlandmuseum: "Neunerlei" in vielen Varianten

Das "Neunerlei" war einst im Vogtland das traditionelle Weihnachtsessen - und das assoziiert das Vogtlandmuseum voller Kreativität und Ideenreichtum zu einer Sonderausstellung, die am Samstagvormittag eröffnet wurde.

Zum Auftakt überraschten neun Tänzerinnen und Tänzer von Ruth Müller-Landauers Gruppe "Vergissmeinnicht", die mit ihrem künstlerischen Neunerlei das Brauchtum und moderne Unterhaltungskunst gleichermaßen präsentierte - bei den einfallsreichen Darbietungen zwischen dem kleinen Moosmännlein, dem großen Nussknacker und zwei wunderschönen Ballerinen.

Die bekannte Plauener Nachwuchsschauspielerin und Tänzerin Lisanne Bleßner führte souverän durchs Neunerlei, stellte dabei auch die fürs Vogtland typischen Speisen vor, und auch Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer erinnerte in seiner Eröffnungsrede an den symbolhaften Charakter der Zutaten der festlichen Mahlzeit. Zugleich blickte das Stadtoberhaupt voraus auf die abwechslungsreichen Advents-Aktionen in der Spitzenstadt, wozu natürlich auch das Moosmanntreffen am 12. Dezember auf dem Klostermarkt gehört. Der Moosmann hat?s auch dem Rodewischer Klaus Schädlich angetan, der mit großer Leidenschaft die bekannte Sagengestalt des Vogtlands schnitzt.

Bevor der Rupperich und das Bornkinnel Geschenke verteilten, stellte die Thüringerin Renate Hahn ihre sehenswerten Adventskalender vor. Diese vorweihnachtlichen Zeitmesser gehören ebenso zur Sonderausstellung "Weihnachtliches Neunerlei", wie die Darstellung der Bedeutung des Weihnachtsfestes, dem Stammbaum des Weihnachtsmannes, der einst nur deutschen Tradition des Weihnachtsbaumes. Und natürlich erklingt auch Weihnachtsmusik.

 

Neben dem "vogtländischen Neunerlei" als Weihnachtsessen sind weihnachtliche Sagen-Figuren ausgestellt. Erzgebirgische Schnitzkunst kam auf dem Weg "vom Paradiesgarten zur Pyramide" und für die Weihnachtsgeschenke steht der reiche Museumsfundus der Spielzeugsammlung wie auch die vom Modelleisenbahnclub Pausa errichtete Spielzeug-Eisen- und Gartenbahn. Daran, wie an der gesamten gut gelungenen Ausstellung, werden sicherlich große und kleine Museumsbesucher noch bis 10. Januar ihre Freude haben.  J. Preuß