Vogtlandkreis hat Sparpaket beschlossen

Der Vogtlandkreis hat am Donnerstag sein Sparpaket beschlossen. Auf den Weg gebracht wurde allerdings eine abgespeckte Variante, bei der nochmals Änderungen der FDP-Fraktion Berücksichtigung fanden.

Im Bereich Kinder und Jugend, bei Musikschulen und bei der Wirtschaftsförderung wurde nachgebessert. Auch die Kultur GmbH muss nicht sterben. Hier signalisierten die Kommunen Bereitschaft zur Mitfinanzierung. Für den Sparkurs stimmten in großer Mehrheit die Fraktionen von CDU, SPD und FDP. Dagegen stimmten die Fraktionen DSU/AfD und die Linken. Ein Antrag der Linken, über jede Sparmaßnahme einzeln abzustimmen und nicht über das gesamte Sparpaket, fand jedoch keine Mehrheit.

Einig waren sich alle Fraktionen, dass gespart werden müsse, um als Kreis handlungsfähig zu bleiben. Geplant war, bis 2020 mit Hilfe des Sparpakets rund 24 Millionen Euro einzusparen. Ende 2015 fehlten dem Landkreis fast 8 Millionen Euro an liquiden Mitteln, im aktuellen Haushalt sind es laut Pressesprecherin Kerstin Büttner etwa 18 Millionen Euro.

Vor Beginn der Kreistagssitzung hatte es massive Proteste gegen das Sparpaket gegeben. Mit einem Theaterstück wurde dabei die Kultur zu Grabe getragen. Die Kreistagsmitglieder bekamen die Sparliste in Form einer Todesanzeige in die Hand gedrückt. In einem Sarg lag eine Puppe, die als Leiche die Kultur symbolisierte. va