Vogtlandhunderter: Sieben Touren - 401 Teilnehmer

Der 22. Vogtlandhunderter bot den über die Weihnachts-Feiertagen angesetzten körperlichen Pfunden Paroli. Stolze 401 Wandersleute nahmen an der Gemeinschaftswanderung teil.

Von Hagen Hartwig

 Winterlich ging es zu beim traditionellen "Vogtlandhunderter", zumindest den Temperaturen nach. Da es auch mit dem Schnee klappte, konzentrierte sich das Vorbereitungsteam auf eine Premiere. Erstmalig in der Geschichte der stets zwischen Weihnachten und Silvester geplanten Wanderungen, konnten die Teilnehmer Teilabschnitte laufen. Perfekt vorbereitet waren Strecken von 12, 15, 24, 37, 48,100 und sogar 113 Kilometern. Wer wollte, oder nicht mehr konnte, stieg zwischendurch aus. "Wir hatten einige Wanderer, die zwischen den Kilometern 37 in Greiz und 55 in Berga ihren Stopp vollzogen. Das war geplant, denn die betreffenden Mitmacher hatten von dort ihre Rückfahrt selbstständig organisiert", erklärte Jürgen Hadel.
Genereller Start für den 22. Vogtlandhunderter war an der Turnhalle der Trützschler-Oberschule in Falkenstein. Die verschiedenen Strecken starteten zu unterschiedlichen Zeiten. Die Anmeldung und die bestens vorbereiteten Informationen durch Mitglieder des Alpenvereins erfolgten in der Sporthalle.
"Alle Teilnehmer wurden registriert, mit dem Streckenverlauf vertraut gemacht und auf Wunsch auch mit Proviant ausgerüstet. Unser Verein, aber auch der ZWAV, haben da jede Menge Vorarbeit geleistet", so Hadel, der betonte, dass auch die Strecken vor Ort mit entsprechenden Markierungen versehen wurden. "Wir haben die sieben Routen alle getestet und an Stellen, wo es keine Festmarkierungen oder Hinweisschilder gibt, mit entsprechenden farbigen Schaumstoffpunkten versehen. Das hat eine Menge Arbeit gemacht, diente aber einem reibungslosen Ablauf", erklärte Alpenvereins-Mitglied Kurth Wolfram.
Die kürzeren Routen führten von Falkenstein aus über Oberlauterbach, Altmannsgrün, die Veitenhäuser in Schreiersgrün, den Frohnberg bei Reumtengrün zurück an den Startpunkt.
Die längeren Touren verließen das Vogtland in Richtung Thüringen und verliefen dort über den Elsterperlenweg zum Greizer Schloss. "Der Elsterperlenweg war ziemlich anspruchsvoll. Er hat zwar keine gewaltigen Höhenmeter, geht aber links und rechts der Elster hoch und runter", so Jürgen Hadel, der sich freute, dass sich für diese lange und anstrengende Tour immerhin 56 Wanderer fanden. Vier davon sogar aus Ungarn.