Vogtlandbibliothek Plauen erhöht Gebühren

Ab 1. März kommenden Jahres sollen sich die verschiedenen Gebühren in der Vogtlandbibliothek erhöhen. Die Vorlage hierzu wurde am Montag im Kulturausschuss der diskutiert. Kinder und Schüler unter 14 Jahren werden weiterhin kostenfrei die Angebote nutzen können.

 

Für die gleiche Altersklasse, jedoch mit Erweiterung der Jahreskarte für audio- und visuelle Medien (AV-Erweiterung), werden zwei Euro mehr, also fünf Euro, verlangt. Bei den Erwachsenen erhöht sich die Gebühr mit AV-Erweiterung auf 25 Euro. 40 statt bisher 25,50 Euro Bei den Versäumnisgebühren soll mit der Erhöhung ein erzieherischer Effekt erzielt werden. Für Kinder und Jugendliche werden die Gebühren gesplittet. Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren werden zukünftig die Versäumniszuschläge für Erwachsene berechnet. Kinder unter 14 Jahren zahlen zehn Cent, höchstens aber elf Euro pro Medium. Bedeutend drastischer soll die Erhöhung für die Wiedergabe von Bibliotheksbeständen in Filmen, Fernseh- und Tonaufzeichnungen werden. Zurzeit wird für jede angefangene Wiedergabeminute 25,50 Euro verlangt. Zukünftig müssen Nutzer des Angebotes pro Wiedergabesekunde 40 Euro bezahlen. Die Erhöhung der Gebühren wird mit den allgemein gültigen Gebühren im Freistaat begründet. Die von den Linken und der FDP eingebrachten Anträge auf kostenlosen Museumsbesuch auch für Jugendliche über 16 Jahre bis 21-Jährige wurde diskutiert. Keine kindgerechten Angebote Mit diesen Anträgen sollen mehr Jugendliche in Museen und andere kulturelle Einrichtungen gezogen werden. Stadtrat Sven Jahn (SPD) gab zu bedenken, dass erst einmal Voraussetzungen geschaffen werden müssen, um Kinder und Jugendlichen einen Museumsbesuch attraktiv zu machen. Er führte an, dass weder in der e.o. plauen-Ausstellung, noch im Spitzenmuseum oder im Vogtlandmuseum kindgerechte Ausstellungen zu finden sind. Es solle mehr Kinderaktionen und eventuell ein Museumspädagoge angestellt werden. Seitens der Stadtverwaltung war zu hören, dass die Zahl der Nutzer verschiedener Angebote in den Museen rückläufig sei.

Ein Schreiben an die Bildungseinrichtungen der Stadt, inwieweit eine Fortführung der Kunstaktionen von 2009 im kommenden Jahr geplant werden soll, blieb unbeantwortet. Keine der zahlreichen Schulen der Stadt habe geantwortet. Bürgermeister Uwe Täschner will nun bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses eine Aufstellung über die Aktionen, die Kosten und die Teilnehmerzahlen des Jahres 2009 anfertigen lassen. Eine Entscheidung über die eingebrachten Anträge wurde vertagt.    G.K.