Vogtlandbahn unterliegt im Streit um Schnellbus

Die Vogtlandbahn befürchtet von der neuen Schnellbuslinie Nürnberg-Prag der Deutschen Bahn (DB) erhebliche Konkurrenz - mit einer Klage gegen die Expressbuspläne ist die Privatbahn aber zunächst gescheitert. Das Verwaltungsgericht Ansbach wies am Freitag einen Eilantrag der Vogtlandbahn GmbH gegen die Schnellbuslinie ab.

 

Dem Unternehmen steht allerdings der Gang zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof frei. Die Privatbahn will von Dezember an eine direkte Bahnverbindung zwischen Nürnberg und Prag betreiben. Der an diesem Sonntag (9. August) startende Expressbus des Konkurrenten Deutsche Bahn stelle daher für die künftige Schienenverbindung eine erhebliche Konkurrenz dar, befürchtet die Vogtlandbahn. Viele Fahrgäste würden wegen der rund zwei Stunden kürzeren Fahrtzeit nach Prag auf den Bus abwandern und die Vogtlandbahn um Einnahmen bringen.

Dagegen ist nach Ansicht des Gerichts die DB-Expressbuslinie mit der Bahnverbindung nicht vergleichbar. "Denn während die Vogtlandbahn künftig eine Eisenbahnnahverkehrslinie mit einer Fahrtzeit von fünf Stunden und zahlreichen Zwischenhalten anbietet, handelt es sich bei der genehmigten Busverbindung um eine Direktverbindung mit einer Fahrtzeit von 3 Stunden 45 Minuten", heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.