Vogtland: Rechte Gewalt nimmt zu

Die Zahl rechtsextremistischer Übergriffe im Vogtland hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. So mussten 19 entsprechende Fälle dokumentiert werden, wie die Kontaktstelle "Move" in Plauen am Mittwoch mitteilte.

2010 wurden zwölf Übergriffe gezählt. Insgesamt gesehen sei die Zahl der rechtsextremistischen Ereignisse, zu denen auch Sachbeschädigungen, Veranstaltungen und öffentliche Aktionen gehören, mit 63 jedoch leicht zurück gegangen. Im Jahr davor waren es laut Kontaktstelle noch 65. Die Zahlen würden sich auf die Aktivitäten der Neonazi-Szene im bayerischen, sächsischen und thüringischen Vogtland beziehen. "Vor allem die enorme Gewaltbereitschaft und die teils scheinbar organisierten Angriffe mit mehreren Personen auf Veranstaltungen bereiten uns Sorgen", sagte René Weber von der Kontaktstelle. Als Beispiele nannte er einen Überfall auf das "Park- und Schlossfest" im Juni in Greiz. Zudem habe sich das Organisationspotenzial der NPD und der Kameradschaftsszene gegenüber den Vorjahren enorm verstärkt und verfestigt. Neben zwei öffentlichen Aktionen in Plauen, wurde im Sommer ein "Rudolf-Heß-Gedenkturnier" im Landkreis Greiz veranstaltet. va