Vogtland muss um Fördermittel kämpfen

Der Vogtlandkreis hat Nachholbedarf in puncto Wirtschaftskraft. Der drittletzte Platz in Sachsen und der 390. von 401 Landkreisen in Deutschland sprechen Bände. Doch höhere Fördermittel streichen andere ein.

 

Beispielsweise in Sachsen die Stadt Leipzig und der Landkreis Mittelsachsen. Dieser wiederum wurde bei dem Ranking von Focus Money (wir berichteten) mit Platz 240 als bester sächsischer Landkreis bewertet. Nach Aussage des Plauener CDU-Landtagsabgeordneten Frank Heidan, der auch im Wirtschaftsausschuss des Landesparlaments mitarbeitet, sei neben dem erzielten Bruttoinlandsprodukt bei der Vergabe der Fördermittel die Arbeitslosenquote ein entscheidendes Kriterium.

 

 "Und im Vogtlandkreis haben wir eine niedrigere Erwerbslosenquote als Leipzig und Mittelsachsen. Berücksichtigt ist dabei allerdings nicht die hohe Anzahl an Pendlern." Momentan werde in Dresden in verschiedenen Arbeitskreisen über die neue Fördermittel-Richtlinie zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur bis zum Jahre 2013 diskutiert. "Es geht darum, das Vogtland nicht schlechter zu stellen, als Leipzig und Westsachsen. Dazu muss eine Entscheidung fallen, die EU- und Landesmittel differenzierter und damit auch gerechter auszureichen. Beschlossen wird die Richtlinie, die seit 2007 gilt und nun aktualisiert werden muss, wahrscheinlich im März im Landtag", sagte Heidan und auch, dass er mit dem Ministerpräsidenten über Unterstützung fürs Vogtland sprechen wird.

 Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz, kritisierte die geringere Förderhöhe, die auch in der aktuellen Richtlinie fürs Vogtland niedergeschrieben steht, als nicht hinnehmbar. Bis zum 31. Januar können alle Kammern und so auch die IHK eine Stellungnahme zu der Richtlinie, die erst in der vergangenen Woche bekannt wurde, abgeben.  M. T.