Vogtland hat beim Tourismus laut Experten Nachholebedarf

Dresden/Plauen - Die sächsische Regierung will im Oktober eine neue Tourismusstrategie beschließen, teilte Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Fiedler mit. Danach will der Freistaat seine Finanzierung davon abhängig machen, ob Regionen und Städte "wettbewerbsfähige Destinationen" bilden.

Beurteilt werden soll dies nach einem Punktesystem. Laut Ministerium gibt es im Erzgebirge, Vogtland und Sächsisches Burgen- und Heideland "erheblichen Nachholbedarf", und bei der Stadt Chemnitz seien "nur geringe Chancen für den Fortbestand einer eigenständigen Destination festzustellen". Befragungen zufolge stimmt sich jede zweite Gemeinde in Sachsen nicht mit den Nachbarorten über ihr Tourismuskonzept ab.

Die Kommunen sollen Kooperationsmöglichkeiten nutzen und ihre Finanzierung der touristischen Infrastruktur erhöhen. Wenn eine Region oder Stadt allein langfristig nicht die Anforderungen der Wettbewerbsfähigkeit erfüllt, soll sie nach dem neuen Konzept nicht mehr die Höchstförderung des Freistaats erhalten. Fiedler betonte: "Wir unterstützen die Regionen und haben größtes Interesse an ihrem Erfolg." va