Vogtland: Arbeitslosigkeit etwas rückläufig

Im Vogtland haben derzeit laut Angaben der Agentur für Arbeit von Plauen 16 725 Arbeitnehmer keinen Job. Dies bedeute eine Quote von 13,1 Prozent, was einen Rückgang um 1,2 Prozent gegenüber dem Vormonat darstelle, informierte am Mittwoch das Amt.

 

Damit sind 202 weniger Arbeitslose in der Region gemeldet als im Februar 2010. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind 1200 Menschen weniger arbeitslos , so Arbeitsamtschefin Helga Lutz. "Beim Bau und in der Forstwirtschaft registrieren wir auch bereits Anzeichen einer Frühjahrsbelebung. Es werden wieder Leute eingestellt ", führt die Expertin aus. Kurzarbeit bei 388 Firmen In der Region würden besonders Fachkräfte von den Firmen gesucht. Allein die Lage der Langzeitarbeitslosen verbessere sich nicht, stellt Helga Lutz weiter fest. Deren Anzahl ist gegenüber dem Februar sogar noch gestiegen - von 9960 auf 10 108. Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich im Plauener Agenturbezirk etwas verringert. 1487 junge Menschen unter 25 Jahren haben aktuell keinen Job.

Derzeit gibt es auf dem ersten Arbeitsmarkt 689 offene Stellenmeldungen, so die Agentur. Weiterhin nehmen zahlreiche Firmen der Region die Möglichkeit der Kurzarbeit in Anspruch. 388 Firmen haben bei der Agentur Kurzarbeitergeld beantragt, 2726 Arbeitnehmer bezogen (aktuellste Zahlen Dezember 2009) dieses Geld. In Sachen Missbrauch des Kurzarbeitergeldes geht Helga Lutz von einigen Fällen - es sind derzeit 17, welche geprüft werden.

Derzeit sind 883 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit Plauen als Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet, informiert die Agentur. "Versorgt", also mit einer Zusage versehen, seien momentan 248, bei 635 Jugendlichen laufen die Verhandlungen an oder sind im Gange, so Amtschefin Helga Lutz. 967 freie Ausbildungstellen (davon 951 betriebliche) sind gemeldet, was bedeute, das jeder Bewerber auch eine Stelle bekommen könne, erläutert Helga Lutz. "Im Vogtland findet bestimmt jeder eine Ausbildungsstelle", zeigt sich die Expertin optimistisch - auch deshalb, weil die Bewerberzahlen kontinuierlich zurückgingen. Diese hätten sich gegenüber der Vorjahre nahezu halbiert. Düstere Befürchtung "Früher haben Betriebe gern für einfache Berufe Jugendliche bevorzugt mit Abitur genommen, nun sind die Anforderungen nicht mehr so hoch", sagt Lutz, da die Kandidaten-Zahlen geringer seien. Es wäre wünschenswert, dass auch Hauptschüler mehr Chancen bekämen, äußerte die Agenturleiterin eine Hoffnung für die jungen Leute. "Die, die dennoch nicht unterkommen, werden in anderen Bildungsmaßnahmen untergebracht", so Lutz.

Was das "Danach" für die Jugendlichen anbetrifft, also nach Abschluss der Lehre, könne sie keine Prognose anstellen, informierte Helga Lutz. Sie befürchte aber, dass nicht alle Firmen alle ihre Lehrlinge übernähmen: "Ich denke, die Jugendarbeitslosigkeit könnte deshalb ansteigen."    fb