Vogtland-AfD plant für Bundestagswahl

Die vogtländische AfD hat ihren Kandidaten für die Bundestags-Wahl im nächsten Jahr gewählt - er ist ein alter Hase aus der Regionalpolitik.

Markneukirchen - Ulrich Lupart will nach Berlin. Kaum hat er seinen Bürgermeisterstuhl im vogtländischen Reuth verlassen, will er nun die politische Bühne in der Hauptstadt betreten: Am Samstag bestätigte ihn die vogtländische AfD als einzigen Kandidaten für das Direktmandat zur Bundestagswahl im nächsten Jahr.

"Ich will nicht nur ein passives Parteimitglied sein, sondern meine politische Erfahrung zur Verfügung stellen und in Berlin für das Vogtland kämpfen", sagte der 64-Jährige am Rande des AfD-Kreisparteitags in Markneukirchen. Mit den Plauenern Frank Schaufel und Rico Weller hatten sich zwei weitere für die Kandidatur beworben. Sie konnten sich bei der Wahl durch die 33 anwesenden Mitglieder nicht durchsetzen, erklärte Pressesprecherin Sarah Händel: "Wir freuen uns, dass gerade unser Neuling mit seiner fachlichen Kompetenz überzeugen konnte."

Erst diesen Sommer ist Lupart zur AfD gewechselt, vorher engagierte er sich jahrelang für die DSU, auch als Stadtrat in Oelsnitz. Ein Schwerpunkt der samstäglichen Tagung waren laut Händel die Personalfragen: Der Vorstand wurde in der Musikhalle um zwei Mitglieder aufgestockt: Lutz Hauswald und Nick Hofmann. Bestätigt wurden Sebastian Freund, Udo Fuchs, Ronny Hering und Kreischef und Landtagsmitglied Gunter Wild.

Außerdem wurden 17 vogtländische Delegierte für den Landesparteitag Ende Januar im Kreis Meißen gewählt. René Standke (48) aus Morgenröthe-Rautenkranz will im nächsten Februar Bürgermeister für die AfD in Muldenhammer werden. Diese Nominierung wurde wegen formalen Fragen auf einen Sonderparteitag verschoben, der laut Händel noch in diesem Jahr stattfinden soll. Die Vogtland-AfD gründete sich im November 2013 und hat momentan 86 Mitglieder. Im Kreistag ist sie mit fünf Sitzen vertreten.