Vogtländischer Knollensteig so gut wie fertig

Unterwürschnitz/Hundsgrün - Der vogtländische Knollensteig ist so gut wie fertig. Zum Kartoffelfest der Agrargenossenschaft Tirschendorf am 27. September soll der mit viel Liebe und Fantasie angelegte Wanderweg offiziell eröffnet werden.

 

Einen ersten Eindruck von der neuen Touristen-Attraktion haben sich jetzt Anwohner, Lokalpolitiker, die Bürgermeister aus Eichigt und Mühlental, SPD-Staatssekretär Rolf Schwanitz, Ulrich Wenzel vom Knollenring, Gunther Dittmar vom Vogtländischen Gebirgs- und Wanderverein, Oelsnitzer Wandersperken, verschafft. Ihr Eindruck: Begeisterung, Anerkennung und Lob von A bis Z.

 Der vogtländische Knollensteig ist eine Idee des Unterwürschnitzer Heimatforschers Winfried Taubner. Schließlich gilt das vogtländische Unterwürschnitz zusammen mit Orten wie Rehau und Pilgramsreuth in Oberfranken als ein Ort, in dem der Anbau von Erdäpfeln am frühesten nachgewiesen ist. Ulrich Wenzel vom Vogtländischen Knollenring würdigte die Arbeit des 74-jährigen. Seit vielen Jahren engagiere sich der Senior für Traditionspflege; immer wieder habe er an die Bedeutung der stärkereichen Feldfrucht und für das Vogtland hingewiesen.

Der Weg ist 8,1 Kilometer lang, er beginnt - und endet - in Tirschendorf und am Bahnhof Hundsgrün. Gut die Häfte der Kosten von etwa 47 000 Euro trägt die Gemeinde Mühlental, die andere Hälfte könnte aus Fördermitteln finanziert werden. Die Beschilderung hat Gunther Dittmar vom Vogtländischen Gebirgs- und Wanderverein übernommen. Er ist sich sicher, dass Radwege- und Wanderkarten bald durch Aufnahme des Knollensteiges aktualisiert werden. Die zahlreichen Informationstafen geben Auskunft über Streckenverlauf und vermitteln Wissenswertes über die angrenzenden Orte.

In Hundsgrün könnte ein touristischer Knotenpunkt entstehen - Bahnhof, Knollensteig, Elsterradwanderweg. In Eichigt wird gegenwärtig geprüft, auf welcher Strecke der Knollenpfad weiter nach Eichigt und ins fränkische Regnitzland weiter geführt werden kann.  C.S.