Vogtländischer Ausbildungsmarkt mit guter Halbjahresbilanz

Plauen - "Auf den ersten Blick stellt sich die Situation auf dem vogtländischen Ausbildungsmarkt gut dar. Wir verzeichnen deutlich mehr Lehrstellen als Bewerber.

Zum Halbjahr entfallen im Vogtland rein rechnerisch 1,42 Ausbildungsstellen auf einen Bewerber. Der Wettbewerb um Jugendliche mit einem guten Schulabschluss nimmt weiter zu", fasst Agenturchef Oliver Schmale zur Halbjahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt zusammen.

"Beim Blick auf die gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen müssen wir jedoch feststellen, dass im Vergleich zum Vorjahr acht Prozent weniger Ausbildungsplätze gemeldet wurden. Dennoch ist dies der zweitbeste Wert in den vergangenen sieben Jahren. Die regionalen Firmen haben erkannt, dass die Ausbildung von Nachwuchskräften die Wettbewerbsfähigkeit sichert und den Fachkräftebedarf für die Zukunft deckt", so schmale weiter.

Für die Unternehmen in der Region wird es in diesem Jahr nicht leichter, geeigneten Fachkräftenachwuchs zu gewinnen. "Die Firmen sollten auch leistungsschwächeren Jugendlichen eine Chance geben. Sollten Betriebe bei ihren Auszubildenden Defizite feststellen, können wir Unterstützungsmöglichkeiten anbieten", so Oliver Schmale. Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen - einer Form von Nachhilfeunterricht - wird theoretisches und praktisches Training außerhalb der Arbeitszeit oder Berufsschule finanziert.

Seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober meldeten sich 929 Bewerber. Dies entspricht einem Anstieg um 79 Personen gegenüber dem Vorjahr. Ende März waren 596 Bewerber noch unversorgt. Derzeit sind 943 Ausbildungsstellen noch nicht besetzt. Die Entwicklung der Bewerberzahlen hängt von mehreren Faktoren ab. Vorrangig spielt die demografische Entwicklung mit rückläufigen Schülerzahlen in den letzten Jahren eine entscheidende Rolle. 2013 und in den Folgejahren ist wieder mit einem leichten Anstieg der Schulabgänger zu rechnen. va