Vogtländische Wälder werden gekalkt

Im Kampf gegen versauerte Böden werden in diesem Jahr Wälder im Vogtland und im Erzgebirge mit rund 16.500 Tonnen Magnesiumkalk von Hubschraubern aus bestreut.

Jahrzehntelange Säureeinträge aus der Luft machen nach Aussage des Forstministers Thomas Schmidt (CDU) die jährliche Bodenschutzkalkung auch heute noch nötig. Auch wenn es jetzt fast keine Schwefeldioxid-Belastung mehr gebe, hätten vor allem Schwefeldioxid sowie etwa Stickstoffverbindungen den Waldboden versauert.

Mit der Kalkung könne er sich langsam wieder regenerieren. Schon in den vergangenen Tagen war wegen des günstigen Wetters im Forstbezirk Adorf mit Kalkungen begonnen worden. Beim offiziellen Start der Saison gestern musste der Helikopter wegen Nebels jedoch am Boden bleiben. Schon am heutigen Freitag soll er vermutlich wieder in die Luft gehen.

Neben dem Gebiet bei Adorf werden Bereiche der Forstbezirke Eibenstock, Neudorf, Marienberg, Bärenfels und Neustadt gekalkt - insgesamt rund 5.500 Hektar. Das sind etwa drei Tonnen je Hektar. Seit 1986 wurden in Sachsen laut Ministerium fast 375.000 Hektar Wald gekalkt. Die Auswirkungen würden genau dokumentiert, hieß es. va