Vogtländische Künstler stellen sich vor

Bad Elster - "Balance-Akt" lautet der Titel einer Ausstellung die am Freitag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Vogtländische Künstler stellen sich vor" im Königlichen Kurhaus in Bad Elster eröffnet wurde. Im wahrsten Sinne des Wortes gelungen ist der Fotografin Ellen Hertel aus Schönheide, der Grafikerin und Malerin Elena Hatzel aus Bad Schlema und dem Bildhauer Detelef Jahn aus Aue der nicht alltägliche "Balance-Akt" mit dem sie gleich drei künstlerische Genres harmonisch zusammenfügen.

Sehr kreativ in Szene gesetzt hat Fotografin Ellen Hertel ihre anmutigen Aktaufnahmen, eine Auswahl von Motiven, die sie im Rahmen ihrer bildnerischen Projekte "New Balance" und "Verwandlungen" präsentiert. Ihre Arbeiten entstanden als Ausgleich zu ihrem täglichen Handwerk und sind der Schönheit und Ausdruckskraft des menschlichen Körpers gewidmet. Ellen Hertel, Jahrgang 1952, führt seit 1977 ein eigenes Fotostudio in Schönheide und ist unter anderem seit 1992 Mitglied der internationalen Vereinigung der Porträtfotografen und seit 2009 im Bund professioneller Porträtphotografen.

In sehr gefälligen künstlerischen Facetten präsentiert auch Elena Hatzel eine gelungene Auswahl ihrer anspruchsvollen Pastell- und Tuschzeichnungen, die auf ganz spezielle Weise und gedanklich anregend unter anderen den Themen "Harmonie" und "Ursprung" sowie "Traumwelten" gewidmet sind. Die junge Künstlerin wurde 1971 im russischen Gus-Hrustalny, 200 km südöstlich von Moskau geboren. Während der Schulzeit besuchte sie erste Kurse für Malerei und Grafik. Von 1986 bis 1990 studierte sie Modegestaltung in Kaliningrad. Berufliche Ausflüge, unter anderem ins Volkskunsthandwerk und die Fotografie prägen ihr künstlerisches Schaffen. Nach der Geburt ihrer zwei Kinder begann sie ihre Werke auch großformatig darzustellen und präsentierte sie in der Öffentlichkeit. Im Jahr 2005 entschloss sie sich auf eigenen Füßen zu stehen und arbeitete seitdem als freischaffende Künstlerin.

Leider persönlich nicht anwesend sein konnte Bildhauer Detlef Jehn zur Eröffnung der Ausstellung. Seine besondere Leidenschaft für die künstlerische Gestaltung widerspiegelt die Auswahl einiger seiner gezeigten Skulpturen, wie zum Beispiel "Körperfragment" und "Nabelkuss" sowie auch seine räumlich erfahrbar gemachten, figürlichen Bildwerke "Krakenarm" und "Wasser". Die Darstellung des Menschen und seiner Gefühle in modernen Gestaltungsweisen und neuen Strukturen, dazu die Kombination von Holz, Bronze und Stein ist Hauptbestandteil seines gegenwärtigen Schaffens. Detlef Jahn, 1961 in Schlema geboren, erhielt zunächst Schnitzunterricht bei Bildhauer Rudolf Tümpel, absolvierte eine Ausbildung als Tischler und Holzbildhauer. Seit 1989 ist er hauptberuflich freischaffender Bildhauer und seit 10 Jahren im Berufsverband Bildender Künstler. Die Ausstellung ist bis 11. Juli zu sehen. S. Adler