Vogtländische Johanniter fahren zur "Olympiade der Retter"

Der Fahrradfahrer liegt am Boden, aus seiner Kopfplatzwunde sickert Blut: Was nun? Ein Glück, dass dies nur eine Übung ist - aber eine, die es in sich hat. Bei den Plauener Johannitern steigt der Puls. Wie kann der Patient am besten versorgt werden?

So oder ähnlich könnte der Praxistest der Retter-Olympiade aussehen, die die Johanniter-Unfall-Hilfe am Samstag in Weimar veranstaltet. Mehr als 45 Mannschaften aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden sich einen sportlichen Wettstreit um die schnellste und effektivste Hilfe liefern. Mit dabei sind drei Johanniter-Mannschaften aus dem Vogtland: "Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv vorbereitet und sind nun sehr gespannt", freut sich Mannschaftsbetreuer Sven Enders in einer Pressemitteilung. Seine Mannschaft freut sich nicht nur auf den Landeswettkampf selbst, sondern auch auf den Austausch und das Treffen mit anderen Johannitern.

Besonders toll findet Sven Enders erfahrungsgemäß die gemeinschaftliche Atmosphäre und den Teamgeist: "Das ist immer wieder sensationell!" Zusätzlicher Bonus: Die Wettkampfstätten liegen an ganz alltäglichen Orten in der gesamten historischen Innenstadt Weimars. Mehrere Dutzend Verletzten-Darsteller mit täuschend echt geschminkten "Wunden" geben den Stationen zusätzlichen Realitätsbezug. So wird auch für die Passanten erlebbar, wie lebenswichtig professionelle Erste Hilfe ist. Übrigens: Die Siegermannschaften der einzelnen Kategorien sichern sich die Teilnahme am nächsten Bundeswettkampf, der 2013 in Regensburg stattfindet, heißt es abschließend. va