Vogtländische Gastronomen protestieren

30 Gastronomiebetriebe haben am Freitag stellvertretend für alle Wirtsleute im Vogtland auf dem Plauener Altmarkt protestiert. Die bundesweite Aktion "Leere Stühle" soll den Gaststätten endlich mehr Gehör verschaffen. Seit fünf Wochen haben sämtliche Restaurants in der Region geschlossen. "Wir können nicht mehr. Weitere fünf Wochen halten wir nicht durch!", warnten die die Wirtsleute, von denen manche bereits spürbar an der nervlichen Belastungsgrenze angekommen sind. Es geht im Vogtland übrigens nicht nur um die Existenz einzelner Gewerbetreibender. Wegen des ohnehin schon enormen Gaststättensterbens auf dem Lande, schwächt jede weitere Schließung den Tourismus. Was nützen mir sieben Prozent Mehrwertsteuer ab Juni, wenn ich bis dahin kaputt gegangen bin? Weshalb werden über den Autokonzernen und Fluggesellschaften Rettungsschirme gespannt? Warum hat unser Land kein Vertrauen in die Gastronomie? Wer kann denn am besten mit Hygienevorschriften umgehen? Solche und andere bohrende Fragen wurden gestern in Plauen gestellt und sollten jetzt im Landtag schnell beantwortet werden, so viele der Teilnehmer der Aktion. Landrat Rolf Keil sagte den Anwesenden Unterstützung zu, bat aber gleichzeitig um Verständnis für die beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus. Die Kommunalpolitik wisse sehr wohl, wie wichtig die Gastronomie für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft ist. kare