Vogtländer wollen eigenen Müll verbrennen

"Wir werden die Anlage nicht gegen den Willen der Stadt Oelsnitz und des Kreises durchsetzen", sagt DSG-Geschäftsführer Dr. Uwe Schink. Die Kreisräte hatten vor 14 Jahren den Grundsatzbeschluss gefasst, dass es im Vogtland keine Müllverbrennung geben soll. Dieser Beschluss müsse eventuell aufgehoben werden, sagt Schink, der seine Idee erstmals Ende August in nichtöffentlicher Sitzung in Oelsnitz präsentierte.

Am Mittwoch will Schink alle Oelsnitzer Stadträte von den Vorteilen einer thermischen Müllverbrennung vor Ort überzeugen. Ein Rundgang an der seit 2007 arbeitenden mechanisch-biologischen Stabilatanlage (MBS) steht an. Dort wird sämtlicher Müll aus dem Vogtland zu energiereichen Ersatzbrennstoffen (EBS) geschreddert. Diese EBS sollen, wird die Müll-Verbrennungsanlage genehmigt, in Oelsnitz verbrannt und in Energie umgewandelt werden.

Während Schink den Wegfall langer Wege und das Erzeugen preiswerter Energie als Vorteile preist, befürchtet eine Bürgerinitiative Umwelt- und Gesundheitsbelastungen. Auch glaubt man, dass es beim Verbrennen allein vogtländischen Mülls nicht bleiben wird. "Mir ist es wichtig, den Stadtrat frühzeitig über die Planungen zu informieren. Und vor allem die Bürger haben das Recht, zu erfahren, was in ihrer Stadt geschieht", sagt Oelsnitz's Oberbürgermeister Mario Horn. Auch ihm sei die Einhaltung gewisser Prämissen wichtig. Am Mittwoch werde man sich eine Meinung bilden. Und sicher sei auch eine Fahrt zu einer gleichartigen Müll-Verbrennungsanlage in den nächsten Tagen ratsam, so Horn. va