Vogtländer warten auf ihre Post

Briefzusteller in Plauen und Neumark haben sich am Dienstag an den bundesweiten Warnstreiks beteiligt. Aufgerufen hatte dazu die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Viele Briefe konnten daher in der Region nicht zugestellt werden.

Plauen - Die Post-Zusteller wollen eine bessere Bezahlung ihrer Arbeit. Bei den bundesweiten Warnstreiks waren am Dienstag auch rund 40 Mitarbeiter des Plauener Verteilzentrums am Oberen Bahnhof dabei. Sie beteiligten sich an einer zentralen Demonstration in Zwickau. Hier versammelten sich etwa 250 Zusteller aus dem Raum Plauen, dem Thüringer Vogtland, dem Frachtzentrum Neumark und Zwickau.

"Wir sind zufrieden mit dem Tag", sagt Heidi Kröll nach der Streikaktion dem Vogtland-Anzeiger. Die Post-Mitarbeiterin hat die Zusteller in Plauen zum Streiken aufgerufen. Gerechnet hatten die Organisatoren ursprünglich mit etwa 100 Teilnehmern an der Hauptkundgebung in Zwickau. "Es geht um unseren Lohn und wir wollen zeigen, dass wir wer sind", so Kröll.

Im Verteilzentrum am Oberen Bahnhof sind mehr als 60 Mitarbeiter beschäftigt. Die 20 Beschäftigten, die sich nicht am Streiktag beteiligt hatten, sorgten dafür, dass zumindest die wichtigste Post beim Kunden ankommt. "Es ist mit Sicherheit auch eine Menge Post liegengeblieben", sagt Heidi Kröll. Im Verteilzentrum wird die Zustellung unter anderem für die Stadt Plauen und die umliegenden Dörfer, für die Gebiete Pöhl, Rosenbach und Weischlitz koordiniert.

Vom Warnstreik waren am Dienstag auch Regionen und größere Städte in Thüringen und Westsachsen betroffen, teilte die Gewerkschaft mit. Mit den Warnstreiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Am Donnerstag steht die dritte Verhandlungsrunde an. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn - mindestens aber 140 Euro mehr pro Monat für die Tarifbeschäftigten. "Der bisherige Verhandlungsverlauf hat gezeigt, dass sich offenbar ohne Druck am Verhandlungstisch nichts bewegt", sagt Andreas Wiedemann, Landesbezirksfachbereichsleiter von Verdi.