Vogtländer sind Muffel bei Krebsfrüherkennung

Hautkrebs ist lebensbedrohlich. Und immer mehr sind davon betroffen. Doch Sachsens Männer gehen selten zur Früherkennung.

Dresden/Plauen - Männer in Sachsen nehmen nur selten die Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs in Anspruch. Nur 11,9 Prozent der männlichen Einwohner des Bundeslandes ließen sich 2012 bei einem Arzt auf Hautkrebs prüfen, wie aus dem am Donnerstag in Dresden veröffentlichten Arztreport 2014 der Krankenkasse Barmer GEK hervorgeht. Damit liegen die Männer weit hinter der Untersuchungsquote der Frauen:

Laut Krankenkasse nahmen im selben Jahr 47 Prozent der Einwohnerinnen die Früherkennung in Anspruch. Regional gibt es dabei der Erhebung zufolge deutliche Unterschiede. Schlusslicht war der Vogtlandkreis mit 42,6 Prozent bei den Frauen und 9,7 Prozent bei den Männern. Am häufigsten gingen 2012 die Frauen in Chemnitz (51,1 Prozent) und die Männer in Dresden (13,7 Prozent) zur Hautkrebs-Früherkennung zum Arzt.

In Deutschland steigt die Zahl der Menschen mit der Diagnose Hautkrebs laut Barmer-Report rasant an. 2012 waren rund 1,6 Millionen Einwohner von bösartigen Neubildungen der Haut betroffen. In Sachsen erkrankten 270 von 100.000 Einwohnern an einem bösartigen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Rund 1,4 Prozent der Sachsen waren neu von sonstigen bösartigen Neubildungen betroffen, dem sogenannten hellen Hautkrebs.

Für die Erhebung hat die Krankenkasse Daten von rund acht Millionen Versicherten im Bundesgebiet untersucht. Analysiert wurden ärztliche Abrechnungsdaten mit der Diagnose verschiedener Hautkrebsarten. epd