Vogtländer neuer Euregio Egrensis-Chef

Ein waschechter Vogtländer ist Geschäftsführer der Euregio Egrensis. Am Mittwoch fiel die Entscheidung im Landratsamt. Aus 40 Bewerbungen, die laut Aussage von Landrat Dr. Tassilo Lenk auf erstaunlich hohem Niveau waren, kamen fünf in die näherer Auswahl, vier stellten sich im persönlichen Gespräch vor.

Eine Bewerberin war im Urlaub. Punkten konnte am Ende der 35-jährige Steffen Schönicke, der in Reichenbach geboren ist und in Netzschkau mit Frau und seiner eineinhalbjährigen Tochter Emma wohnt. Über den Erfolg seiner Bewerbung informierte ihn gestern per Handy der derzeitige Geschäftsführer Achim Schulz, der hat das Amt noch bis 31. August inne. Sehr gefreut habe er sich, versichert Steffen Schönicke. Er verstehe die neue Aufgabe als Herausforderung. Gleichzeitig sehe er beste Chancen, sein bisher erworbenes Wissen umfassender einsetzen zu können. Schönicke studierte in Jena zwei Semester Rechtswissenschaft, wechselte zum Magisterstudium mittelalterliche Geschichte, neuere Geschichte, Politik und Medienwissenschaft.

Für ein halbes Jahr studierte er an der Karlsuniversität Prag. "Die Tschechischkenntnisse werde ich auffrischen", ist der Netzschkauer überzeugt, der derzeit im Versicherungsbüro seiner Mutter tätig ist und parallel als freier Historiker arbeitet. Laut Aussage des Landrates wird er zum 1. Oktober den Posten beziehen in der Euregio Egrensis-Geschäftsstelle, Friedensstraße 32 in Plauen.     M. Dähn