Vier Anwärter wollen Eberwein beerben

Bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für das Amt des Baubürgermeisters haben es vier Bewerber in die letzte Auswahlrunde geschafft. Am Dienstag trifft der Stadtrat eine Entscheidung. Einen eindeutigen Favorit gibt es nicht.

Plauen - Da waren es von anfangs 16 nur noch vier Kandidaten, die auf den Stuhl von Baubürgermeister Manfred Eberwein (SPD) im Rathaus wollen. Eberwein, der seit 2001 das Amt leitet, geht Ende August in den Ruhestand. Nachfolger wollen Thomas Fiedler, Silvio Lux, Thomas Pfeifer und Levente Sárközy werden. Alle Bewerber haben sich bereits den Fraktionen teilweise vorgestellt. Ende Mai gab es zudem eine Vorstellung im Verwaltungsausschuss. Laut Stadtverwaltung bewarb sich auch eine Frau um das Amt des Baubürgermeisters. In die Endauswahl hat sie es aber nicht geschafft.

Bei der Suche nach einem geeigneten Kandidaten für das Amt des Baubürgermeisters haben es vier Bewerber in die letzte Auswahlrunde geschafft. Am Dienstag trifft der Stadtrat eine Entscheidung. Einen eindeutigen Favorit gibt es nicht.

Eindruck bei den Gesprächen schien Levente Sárközy aus Jena hinterlassen zu haben. Er soll ein äußerst selbstsicheres Auftreten gehabt haben. Gute Chancen könne sich auch der 41-jährige Thomas Pfeifer aus Plauen ausrechnen. Der Regierungsbaumeister in München soll zu den Wunschkandidaten von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer gehören. "Unsere mehrheitliche Tendenz geht zu den zwei Kandidaten aus Plauen", sagt FDP-Fraktionsvorsitzender Sven Gerbeth. Gemeint sind Lux und Fiedler. Die FDP gebe jedoch keine einheitliche Empfehlung ab. "Jeder wird nach seiner Fachkenntnis entscheiden", so Gerbeth. Die Wahl sei offener als 2008.

Die CDU-Fraktion hofft auf einen Fachmann. "Das ist das Problem, dass wir bei Manfred Eberwein immer etwas bemängelt hatten", sagt Fraktions-Chef Hansjoachim Weiß. Aus seiner Sicht seien drei gute Kandidaten dabei. "Die Fachkompetenz ist diesmal sehr hoch." Thomas Fiedler scheint aus den Reihen seiner früheren Partei keine Stimmen zu erhalten. Dafür unterstützt ihn natürlich seine eigene Partei. "Er kann die Aufgabe gut erfüllen", meint Fraktionsvorsitzender Rainer Maria Kett. Der Anwalt für Arbeitsrecht habe im Vergleich zu den anderen Bewerbern einen Vorteil: "Er kennt den Stadtrat von innen." Die anderen Kandidaten hätten aber auch ihre Qualitäten, so Kett.

Seine Bewerbung zurückgezogen habe Eckhard Sorger. Der Leiter der Wirtschaftsförderung Plauen interessierte sich ebenfalls für die siebenjährige Amtszeit.