Viele bauen eine Scheune

Eine Feldscheune entsteht in Rößnitz auf einer Streuobstwiese - finanziert durch Spenden über ein Crowdfounding-Projekt.

Von Hans-Jörg Tempel

Rößnitz Die Bürgerinitiative zum Schutz der Natur und Umwelt von Gold- bis Rosenbach berichtet über ihre erfolgreiche Spendenaktion zum Bau einer Feldscheune auf der Streuobstwiese zwischen Kloschwitz und Eichigt. Nicht ohne Stolz verweist der Vereinsvorsitzende Peter Luban darauf, dass mehr als 400 Spender einen Betrag von 31.000 Euro aufgebracht haben: "Private Spender, Unternehmen, Vereine und Verwaltungen gehören zu unseren Unterstützern. Wir haben uns über jede kleine Spende gefreut und schätzen diese genauso, wie größere Spenden, die bis zu 1500 Euro reichen. Unser Spendenaufruf hat vor allem Naturfreunde aus unserer vogtländischen Heimat erreicht. Wir haben aber auch Einzahlungen aus Hamburg, Berlin, Bremen, Leipzig, Graz in Österreich, aus Holland und Tschechien oder aus Los Angeles und Delaware in den USA registrieren können", schwärmt Luban.
Der Vorstand der Bürgerinitiative berichtet darüber, dass Einzahlungen mit Hilfe der ecocrowd-Plattform nicht mehr möglich sind. "Wer noch spenden möchte, kann auf dem Vereins-Spendenkonto bei der VR-Bank IBAN DE96 7806 0896 0005 5137 82", so die für Finanzen zuständigen Heidrun Schneider und Sabine Scherzer, die das Spendenkonto betreuen.


In diesen Tagen beginnt der Verein mit den Bauvorbereitungen für die Feldscheune. Die Architektin und Naturfreundin Elke Schneeweiß aus Weischlitz, sie führte in den 90er Jahren schon mal den Verein, hat die Bauleitung übernommen und ist schon dabei, die Gewerke zu koordinieren: "Wir versichern unseren Spendern eine Win-win Situation. Auf der einen Seite ist jeder Euro ein Beitrag zum Naturschutz und auf der anderen Seite stärkt er unsere regionale Wirtschaft. So erledigt das Bauunternehmen Gerd Geisler aus Eichigt die Erdarbeiten, die Familie Witt/Sägewerk & Zimmerei Weißmühle ist mit im Boot und für das Tor haben wir die Tischlerei Fritzsch aus Rößnitz verpflichtet. "Der Verein stellt an den Bau der Scheune besondere Anforderungen. Das Architekturbüro Jan Völkel aus Plauen hat das Projekt so angelegt, dass nur Naturprodukte eingesetzt werden. So wird von der Firma Witt Lärchenholz verbaut und sogar das Dach und die Dachrinnen sind aus diesem heimischen Holz. Vereinsvorsitzender Luban verweist darauf, dass die Arbeiten Anfang März beginnen sollen: "Ich möchte mich im Namen unserer mehr als 300 Vereinsmitglieder bei allen Spendern bedanken und lade schon mal zur Eröffnung unserer Feldscheune auf die Streuobstwiese ein. Da planen wir ein buntes Fest der Natur mit Kräuterfrauen, Ornithologen, Bienenkundlern, Nistkastenbauern und vieles mehr."