VFC Plauen erleidet hohen Schaden

Plauen Der VFC Plauen ist wiederholt zum Opfer von Vandalen geworden. Nach dem Diebstahl eines Schiebeschildes in der vergangenen Woche randalierten nun Unbekannte im Stadion und richteten einen Schaden in beträchtlicher Höhe an.

 

Ob Regionalliga-Kicker oder Jugendspieler: Die Fußballer des VFC Plauen haben es zur Zeit ohnehin schon sehr schwer. Das Vogtlandstadion befindet sich unter einer tiefen Schneedecke. Verhältnisse, bei denen kein Sport möglich ist.

Von diesen widrigen Umständen ließen sich einige Randalierer allerdings nicht beeindrucken. Wie der Verein gestern bemerkte, wurden in den letzten Tagen einige Teile des Stadions mutwillig zerstört. Am Heimblock, wo sich sonst die treuesten VFC-Plans treffen, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen, wurde eine Sichtschutz-Plane zerrissen. "Die Plane wurde speziell für den Fanblock angefertigt und war deshalb auch recht kostspielig. Wie teuer eine Wiederbeschaffung nun wäre, kann ich noch gar nicht genau sagen. Insgesamt ist dieser Vorfall natürlich sehr ärgerlich, da der Verein das Geld gern in andere Dinge investiert hätte", meinte VFC-Sicherheitschef Heiko Unger.

Neben der Plane wurde auch der Stadionkiosk hinter der Fankurve mit Aufschriften versehen. Dass es ausgerechnet die Fankurve getroffen hat, könnte kein Zufall sein. "Bei den Grafiken handelt es sich um bekannte Takes von stadtbekannten Sympathisanten des FC Erzgebirge Aue", schätzte Unger ein. Eine Aufschrift lautet unter anderem "Forza Aue". Wie hoch die tatsächliche Schadenssumme ist, konnte Unger unterdessen noch nicht abschätzen. "Bei der Planung liegt uns kein Kostenvoranschlag vor, sodass ich keine genaue Zahl sagen kann. Wir gehen aber davon aus, dass sich die Schadenshöhe zwischen 2 000 und 2 500 Euro liegt."

Die Zerstörungen und Schmiereien sind allerdings nicht die einzigen Probleme mit denen der Regionalliga-Verein derzeit zu kämpfen hat. Zum wiederholten Mal wurde im Vogtlandstadion eingebrochen und Wertgegenstände entwendet. Letztes "Opfer" war das Multicar-Fahrzeug, das im Moment eigentlich nun beim Beräumen des Stadiongeländes helfen sollte. Da die Langfinger aber das dazu notwendige Schiebeschild mitgehen ließen, muss sich der Verein nun anders behelfen.

Dass es sich beim Diebstahl um keinen Einzelfall handelt, weiß auch der VFC-Sicherheitschef Heiko Unger. Elf Anzeigen wegen Diebstahls innerhalb von knapp über zwei Jahren sind eine beträchtliche Anzahl. Grund dafür könnte auch die Lage des Vogtlandstadion sein. "Weit außerhalb des Zentrums - da merkt man nicht so schnell, wenn etwas passiert", so Unger. So wurde der jüngste Vandalismus auch erst am gestrigen Mittwoch entdeckt, wie das VFC-Vorstandsmitglied berichtet. "Am Sonntag war noch alles in Ordnung. Beim heutigen Rundgang ist uns dann aber alles aufgefallen."

Einen Vorwurf in Richtung Polizei macht er deshalb nicht. "Bei diesen Witterungsverhältnissen kann man nicht verlangen, dass permanent eine Streife das Gelände kontrolliert", so Unger weiter. Dass der Verein nun zum Handeln gezwungen ist, unterstreicht auch der Sicherheitschef. "Wir werden jetzt sicherlich einen Maßnahmenplan erstellen. Schlecht ist dabei eben nur, dass alles dem Verein nun unnötiges Geld kosten wird", ärgerte sich Unger, der über konkrete Schritte keine Angaben machen wollte. "Aus taktischen Gründen will ich besser nichts darüber sagen."                               Marcus Schädlich