Verzweifelte Mutter setzt Belohnung aus

Einem brutalen Raubüberfall zum Opfer gefallen ist am vergangenen Freitag, 13. Januar, ein 29-jähriger Mylauer. Die Ermittlungen seitens der Kriminalpolizei laufen.

Die verzweifelte Mutter setzt jetzt in Absprache mit ihrem schwerstverletzten Sohn 1000 Euro Belohnung aus für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Was war passiert? Der diplomierte Verwaltungsingenieur, der als Beamter im Landesamt für Umwelt in Hof arbeitet, war an jenem Freitag auf dem Weg zu den Großeltern in Reichenbach, als er plötzlich in der Neuberin Straße, Haus Nummer 4, von hinten gepackt wurde. Mindestens zwei Täter zerrten ihn auf eine Wiese, schlugen ihn brutal zusammen, traten ihm ins Gesicht. Der 29-Jährige verlor das Bewusstsein.

Als er zu sich kommt, vernimmt er Stimmen vom Balkon des Blocks im Reichenbacher Wohngebiet. Verschwunden ist seine laptopähnliche Reisetasche, in der sich persönliche Wäschestücke befanden. Auch sein Handy aus der Hosentasche ist weg. Irgendwie schleppt sich der junge Beamte zur Wohnung der Großeltern, die Hilfe holen und die Polizei verständigen.

Mit gebrochenem Kiefer, schweren Schädelverletzungen und einem Nasenbeinbruch wird der junge Mann ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrfach musste er bereits operiert werden. Wie Polizeisprecher Jan Meinel von der Polizeidirektion Südwestsachsen bestätigt, gibt es noch keinerlei Hinweise auf mögliche Täter. Befragungen der Mieter im Wohnblock brachten keine Ergebnisse. Auch der Einsatz eines Fährtenhundes blieb ohne Erfolg. Dass die Mutter 1000 Euro Belohnung für Hinweise zur Ergreifung der Täter aussetzt, finde Zustimmung bei Polizei und Staatsanwaltschaft, so Meinel.

So führten jüngst erst in Plauen die 2000 Euro Belohnung beim Überfall der Trend-Disco tatsächlich zur Ergreifung der Täter durch einen sachdienlichen Hinweis aus der Bevölkerung. Die Polizei trete dabei aber lediglich als Vermittler auf.

Hinweise bitte unter 0375-428-4480