Veronika Fischer bringt Ostalgie nach Kürbitz

Kürbitz - "Auf der Wiese haben wir gelegen und wir haben Gras gekaut", weckte Erinnerungen im Kürbitzer Festzelt. Zum 12. Löwenspektakel kam am Samstag Veronika Fischer und versprühte einen Hauch von "Ostalgie" der sich auf das Gelände um den "Goldnen Löwen" legte.

Seit dreieinhalb Jahrzehnten steht sie auf der Bühne. 1973 schloss sie ihr Gesangsstudium an der Dresdner Musikhochschule mit dem "Staatsexamen als Solistin für Chanson und Musicals" ab, und war damals schon erfolgreiche Sängerin bei "Stern-Combo Meissen" und "Panta Rhei".

Bereits ein Jahr später gründete sie ihre erste eigene Band mit den besten Musikern der DDR-Rockszene, landete immer wieder Nr. 1-Hits und wurde schnell zur beliebtesten Popsängerin der damaligen Zeit. 1981 ging die gebürtige Thüringerin in den Westen und konnte auch dort Erfolge verzeichnen. Ihr warme Stimme lässt rockige Töne mit Popmusik, Chanson und jazzigen Einflüssen verschmelzen. Vor allem bei bekannten Texten wie zum Beispiel "Schneeflocke" fängt sie ihr Publikum und bringt die Massen zum Singen.

Sie legt mit hohen Tönen Power in ihre Lieder, strahlt aber ganz besonders bei Titeln wie "In jener Nacht". Unter die Haut geht dieses Lied, das sie im Duett mit ihrem Pianisten Andreas Gundlach singt, nicht nur bei Fans. Erst kürzlich habe sie diesen Song mit dem Filmorchester Babelsberg neu aufgenommen, erzählt sie ihren Fans. Gleich zweimal wurde Vroni in Kürbitz für Zugaben zurück auf die Bühne geholt.

 

Die Blumen, die sie sich auf der Wiese nicht getraut hat zu klau?n, bekam sie von einem Fan und dem ansässigen Dorfclub. Wer mehr von ihr sehen und hören möchte, sollte eines der Ostrock-Konzerte besuchen, für die sie mit bekannten Kollegen seit Anfang August unterwegs ist. Außerdem gibt es ein neues Album 2Unterwegs zu mir" von dem bereits zwei Lieder in den Airplay Top 20 Deutsch Rock vertreten sind. S. Rössel