"Verkopfte" Kunst in der Kunstwandelhalle

Bad Elster - Am vergangenen Sonntag wurde mit einer feierlichen Vernissage die neue Ausstellung "Verkopft" mit Malereien, Grafiken und Plastiken des gebürtigen Elsteraners Sebastian Vorein in der Kunstwandelhalle Bad Elster eröffnet. Der mittlerweile in Dresden lebende Künstler stellt dabei bereits zum zweiten Mal aktuelle Werke in seiner Heimatstadt aus. 
Wenn man diese Ausstellung betritt steht man als Betrachter selbst im Fokus. Dutzende Augen sind auf einen gerichtet, es geht um Betrachten und betrachtet werden, als Spiel mit der Wahrnehmung. Der Kopf, das menschliche Abbild, steht im Zentrum: Die Köpfe spiegeln etwas Rohes, Bewegtes und auch Brutales. Die glänzenden Skulpturen mahnen zum Innehalten, erinnern an die Vergänglichkeit des Lebens und knüpfen so auch an kunstgeschichtliche Traditionen an. Die Grafiken bebildern dazu Zweifel und Zerrissenheit, als das Innere das sich nach außen kehrt. Der Begriff Porträt entstammt dem Lateinischen und bedeutet hervorziehen. Und vielleicht ist es genau das, was Sebastian Vorein will: Dinge hervorziehen. Dinge, die im Inneren liegen und verborgen sind. Gefühle und Gedanken voll Zweifel und Hoffnung, Freude und Trauer. So dreht sich sein künstlerischer Prozess um das Sichtbarmachen des Nicht-Sichtbaren. In diesem Spannungsfeld entwickelt Sebastian Vorein seine künstlerische Ausdrucksform und bebildert diese kreativ in seinen Werken. "Das figürliche Zusammenspiel zwischen Grafik und Skulptur schafft in der Kunstwandelhalle gerade im Hinblick auf den künstlerischen Ausstellungsansatz eine vielschichtige Betrachtungsebene" erklärt Ute Gallert als Ausstellungsverantwortliche der Chursächsischen Veranstaltungsgesellschaft. Diese sehenswerte Kunstausstellung kann nun noch bis zum 22. April jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17.30 Uhr sowie an den Wochenenden und an Feiertagen zusätzlich von 9.30 Uhr bis 120 Uhr sowie zu den Veranstaltungen in der Kunstwandelhalle besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.