Verkäuferin in Adorf entdeckt Schlange

Wie kommt diese Schlange in unseren Laden? Das mag sich Regina Brittling, Verkäuferin in der Adorfer "Pfennig-Insel", am Dienstagnachmittag gedacht haben 15.30 Uhr hatte es sich hier nämlich eine rund 30 Zentimeter große Kornnatter in der Nähe der Taschenständer bequem gemacht - und schlängelte sich in die Höhe.

Der erste Schreck war schnell überwunden - ein Paar im Laden reagierte prompt, fing die Schlange ein und informierte Adorfs Ordnungsamtsleiter Cornelius Dienst. Mut oder Leichtsinn ? Dienst lobt die Zivilcourage der beiden. "Das Paar aus Adorf war bei mir und bat um Rat. Sie boten an, die Kornnatter mit dem eigenen Pkw in das zuständige Tierheim Kandelhof nach Gutenfürst zu fahren", so Dienst. Als Transportbehältnis diente nach Worten des Ordnungsamtsleiters eine geschlossene Frischhalte-Dose mit "Luftlöchern".

Eine Erklärung, wie die Natter in das Geschäft gelangte, haben die Verkäuferinnen von der "Pfennig-Insel" nicht. Ist die Schlange ausgebüxt und hat den Weg in die warmen Räumlichkeiten von allein gefunden? Wurde sie gar von ihrem Besitzer - warum auch immer - in dem Geschäft ausgesetzt? Alles ist möglich.

Kornnattern stammen ursprünglich aus Nordamerika, sind ungiftig und stehen nicht unter Artenschutz. Ausgewachsene Exemplare werden zwischen 1,20 und 1,50 Meter lang und gehören zu den beliebtesten Terrarienpfleglingen - nicht zuletzt wegen der vielen Farbvarianten des Reptils.

Mittlerweile hat die junge Kornnatter Quartier im Kandelhof gefunden - in einem von einer Wärmelampe angestrahlten Terrarium. Kälte mögen Schlangen überhaupt nicht, weiß Karin Oettmeier. Die Tierheim-Leiterin war gestern Vormittag bei der Zoohandlung Mönnicke in Plauen. Hier gab es für die Kornnatter eine Mahlzeit - eine lebende Maus. Eine solche sei alle paar Tage nötig. Das Reptil ist derzeit die einzige Schlange im Kandelhof. Erfahrungen mit ausgesetzten Artgenossen hat man allerdings - leider nicht zu knapp.  M. W.