Verfolgungsjagd endet in Schnarrtanne

Schönheide/Schnarrtanne - Eine 20-minütige Verfolgungsjagd endete am Sonntag kurz vor Schnarrtanne bei Auerbach. Die Polizei stellte den 47-jährigen Fahrer. Wie es im Unfallbericht der Polizei weiter heißt, stand er offenbar unter Alkoholeinfluss, worauf eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein sichergestellt wurde.

Der Mann war gegen 16.30 Uhr auf der Staatsstraße 277 unterwegs gewesen - und Polizisten wollten ihn kontrollieren. Sie versuchten das Fahrzeug zunächst, kurz nach dem Ortseingang Stützengrün anzuhalten. Um den Fahrer zum Halten zu bewegen, wurden Blaulicht, Martinshorn und die Leuchtschrift "Stopp Polizei" am Polizeiauto aktiviert. Dieser erste Versuch kurz nach dem Ortsausgang von Stützengrün blieb jedoch erfolglos. "Der 47-Jährige reagierte nicht auf das Haltesignal", erklärte Polizeisprecher Frank Fischer. Stattdessen setzte der Fahrer seine Flucht durch das entlegene Unterstützengrün fort.

Anwohner Reinhold Müller, der solch eine Autoverfolgung vor seiner Haustür noch nie erlebte, berichtet: "Es ging auf der Siedlungsstraße in Richtung Bad und von dort wieder zurück auf die Bergstraße", sagt er im Gespräch. Laut Polizei flüchtete der Mann mit hohem Tempo weiter in Richtung Schönheide. Sven Reinhardt, der mit Kinderwagen und Pferd neben der Auerbacher Straße unterwegs war: "Da hätte ja sonst was passieren können, gerade mit Kindern auf der Straße"

Bei einem erneuten Anhalteversuch fuhr der Ausreißer gegen das Polizeiauto und beschädigte es. Behördensprecher Fischer: "Er hat den Streifenwagen abgedrängt und seitlich touchiert." Auf der Staatsstraße 278 am Ortseingang Schnarrtanne fand die Flucht schließlich ihr Ende. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von knapp 4.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Ein zweiter Streifenwagen sei, laut Polizei, zur Aufnahme des Unfalls herbeigerufen worden.

"Hinweise auf eine Fortsetzung der Flucht zu Fuß können wir nicht bestätigen", ergänzte Frank Fischer. Ein von Augenzeugen am Sonntagnachmittag über der Region gesichteter Hubschrauber habe nichts mit der sonntägigen Verfolgungsjagd zu tun gehabt. Eberhard Mädler

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