Verfahren gegen 30-jährigen Asylbewerber wegen versuchten Totschlags eingestellt

Nach widersprüchlichen Angaben im Prozess gegen einen 30-Jährigen wegen versuchten Totschlags hat das Landgericht Zwickau das Verfahren eingestellt. Der Asylbewerber aus Libyen wurde am Montag lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

In der Anklageschrift hatte es ursprünglich geheißen, der Mann habe versucht einen Bekannten mit einer Fahrradkette zu erwürgen. Das Opfer hatte die Geschehnisse von Oktober 2017 in Plauen zum Prozessauftakt in der vergangenen Woche jedoch deutlich weniger dramatisch geschildert als noch im Herbst bei der Polizei.

Ein Attest zu möglichen Halsverletzungen gibt es nicht, weil der Mann nicht bei einem Arzt war. Zudem hatte er die vermeintliche Tat erst zwei Wochen später angezeigt. Weitere Zeugen für den Streit zwischen den beiden Landsmännern konnten laut Staatsanwaltschaft nicht ermittelt werden. va