Ute Müller: "Plauen profitiert von Jößnitz"

Der Ortschaftsrat von Jößnitz begrüßte die Initiativen von Ratsmitglied Kai Malditz bezüglich des Radweges durch den Ort. Zur Sitzung am 30. Januar verkündete Ortsvorsteherin Ute Müller die beiden Varianten des Elsterradweges. Ausgehend vom vorhandenen Radweg zwischen Plauen und Möschwitz und der Weiterführung zur Sperrmauer Pöhl werden zwei Routen gebaut. Einmal über Neudörfel - Ruppertsgrün ins Elstertal und zum anderen von Jocketa über die Elstertalbrücke und Jößnitz - Cossengrün ins Elstertal. Damit wird ein Stadtratsbeschluss aus der Vergangenheit in die Wirklichkeit umgesetzt. Jößnitz wird an den Elsterradweg angebunden.

Jößnitz gehört zu Sachsens Dörfern, die im Verbund "Lust auf Land" gemeinsam um mehr Gäste werben. Kai Malditz verteilte zur Ortschaftsratssitzung die druckfrischen Prospekte. Für diese Aktion hat der Ortsteil von Plauen ein Programm erarbeitet und bietet unter den Themen "Golfen, Schlemmen und Natur genießen", "Auf Heinrichs Spuren", "Im Banne der Wildkatze" und "Historisches Handwerk hautnah" Komplettangebote für alle Altersklassen an.

"Es ist bekannt gewesen, dass mit der Aufnahme in den Verbund Kosten entstehen", erklärte Ortschefin Ute Müller. Gleichzeitig beklagte sie sich, dass die Stadt Plauen sich bisher weigere, diese zu übernehmen. Schließlich sei Jößnitz ein Ortsteil von Plauen und die Stadt profitiere ebenfalls davon.

Von Malditz war zu hören, dass für die gebuchten Übernachtungen sogenannte Vermittlungspauschalen an die Tourismus-Info zu zahlen seien. Für den Verbund sollen 2000 Euro für die Mitgliedszeit von Juli 2013 bis Juni 2015 gezahlt werden. Die Ortschaftsräte waren sich darüber einig, dass die Stadt eigentlich stolz sein müsste, dass Jößnitz als einziger Ortsteil in den Verbund aufgenommen wurde. Alle anderen 18 Mitglieder sind Dörfer in Sachsen. Unterstützung erhalten die Jößnitzer von den Stadträten Sven Gerbeth (FDP) und Dirk Brückner (CDU).

Im Informationsteil der letzten Ortschaftsratssitzung in Jößnitz gab Ute Müller bekannt, dass sie zwar Gespräche mit den Verantwortlichen der DB AG zum Fortschritt der Bahnbrücke geführt habe und dabei auf die Zugänglichkeit von Wegen hingewiesen habe, aber nichts sei passiert.

"Der Ortschaftsrat hat hier überhaupt keinen Einfluss", beklagte sich die Ortsvorsteherin. Sie werde weiterhin eine Mitteilung an die Behindertenbeauftragte der Stadt machen. Es seien Steigungen entstanden, die für Menschen mit Behinderungen oder auch für Mütter mit Kinderwagen eine Zumutung sind. "Es wurde hier nicht bürgerfreundlich gebaut."

Im Anschluss an die Ortschaftsratssitzung meldete sich Albrecht Söllner zu Wort. Er forderte den Ortschaftsrat zu einer Stellungnahme betreffs der Fällung der Friedenseiche auf. "Ausgerechnet im Jubiläumsjahr wird dieser Baum gefällt", beklagte sich der Jößnitzer. Die Ortschaftsräte verwiesen darauf, dass die Problematik mehrfach im Rat angesprochen und auch im den Ortsinformationen erklärt wurde.

Die Äste des Baumes waren verfault und Wasser drang in den Stamm ein. Eine Verkehrssicherheit konnte nicht mehr gewährleistet werden. Die Friedenseiche wurde 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg gepflanzt. Gleichzeitig wurde ein Gedenkstein für drei gefallene Jößnitzer aufgestellt. Ute Müller gab bekannt, dass an dieser Stelle ein neuer, großer Baum gepflanzt werden soll. va