Urteil fällt im Mordfall Nadine

Wernesgrün - Der Prozess um den Mord an der Wernesgrünerin Nadine K. findet am Donnerstag am Landgericht Nürnberg mit dem Urteil sein Ende. Am Mittwoch wurden die Plädoyers gehalten, teilt der Auerbacher Rechtsanwalt Martin Treeck, der die Eltern des Opfers in der Nebenklage vertritt, mit.

Seit April muss sich der 40-jährige Lebensgefährte von Nadine, Roy E., vor Gericht wegen Mordes verantworten. Im Sommer 2013 soll er seine Braut wenige Tage vor der Hochzeit erwürgt und dann in die Aisch, einem Fluss in Mittelfranken, geworfen haben. Staatsanwaltschaft sowie Nebenklage fordern eine lebenslange Freiheitsstrafe - die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Treeck als auch die Staatsanwaltschaft sehen es als erwiesen an, dass die 32-Jährige im Bett erwürgt und von ihrem Bräutigam in Plastiktüten verpackt und mit dem Auto an die Aisch gefahren wurde.

Dort habe er den leblosen Körper in den Fluss geworfen. Rückzu habe Roy E. getrampt und sei von einem Laster mitgenommen worden, wie DNA-Spuren beweisen. Die Verteidigung verweist darauf, dass als Täter auch Nadines Ex-Freund oder drei ominöse maskierte Männer in Frage kämen.

Er habe immer versucht, Nadine und die kleine Tochter Tabea zu schützen, so lautete der Schluss-Satz von Roy E. am Mittwoch, der die Tat bisher nicht eingestand. Während des Prozesses zeigte sich der Mann oft unbeteiligt und gefühlskalt. cze