Urteil aufgehoben gegen Bundespolizisten

Einfuhr von Betäubungsmitteln? Sascha H. von der Inspektion Klingenthal ist unschuldig. Das hat die Berufung am Landgericht Zwickau ergeben.

Zwickau/Klingenthal - Das Landgericht hat am Donnerstag Bundespolizist Sascha H. vom Vorwurf freigesprochen, unerlaubt Betäubungsmittel eingeführt zu haben. Darüber informiert das Landgericht in einer Medieninformation. Dort heißt es weiter: Das Amtsgericht Zwickau hatte gegen Sascha H. eine neunmonatige Haftstrafe verhängt, die zur Bewährung ausgesetzt war - wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in 14 Fällen. Dieses Urteil wurde jetzt aufgehoben.

Das Amtsgericht Zwickau hatte auch zwei von H.s Unterstellten verurteilt: Bundespolizist S. erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und R. von neun Monaten - beide zur Bewährung ausgesetzt. Diese beiden Urteile sind rechtskräftig. In der Berufungsinstanz wurde nur über das Urteil gegen Sascha H. verhandelt. Laut Amtsgericht Zwickau hatten die Verurteilten S. und R. zwischen März 2013 und Oktober 2014 unter anderem Crystal aus Tschechien über den Grenzübergang Klingenthal in das Bundesgebiet eingeführt.

Der Angeklagte R. hatte anfangs behauptet, Sascha H. habe von den Drogen gewusst. Später hatte R. bekundet, dass Sascha H. keine Ahnung gehabt habe. Hinzu kommt: Bei dem Angeklagten Sascha H. konnte durch Drogentests auch keine Spuren von Betäubungsmittelkonsum nachgewiesen werden. ufa