Unruhe im Syrauer Neubaugebiet

Ihr Geschäftsführer Jens Anstadt hatte den Gemeinderäten das Vorhaben in der Beratung vom November letzten Jahres vorgestellt, worauf der Rat einen Beschluss über eine Ausfallbürgschaft für dieses Vorhaben in Höhe einer halben Million Euro fasste.

Eine Abordnung Syrauer Bürger aus dem Neubaugebiet trug am Donnerstagabend während der Gemeinderatssitzung ihre ernsten Bedenken gegen die Veränderung der Beheizung der sechs Neubaublöcke vor, nachdem das Problem in der Beratung des Beirats der Gesellschaft auf der Tagesordnung gestanden hat.

Nun liegen erste Erkenntnisse zum Projekt vor, wie auf Anfrage von Jana Hocke erklärt wurde: Die Veränderung zwingt zur Aufstellung von zwei stationären Containern für die Wärmeerzeugung und zwei transportablen für die Bevorratung mit dem Heizmaterial. Auf ein Jahr bezogen werden etwa 35 Containerfüllungen notwendig. Die Aufstellung der sechs Meter langen und zwei Meter hohen Behältnisse muss in Nachbarschaft der Neubauten erfolgen.

Außer einer Vorstellung von Grundrissen bestehen bisher keine Vorstellungen über die Ansicht. "Mit Sicherheit dürfte es aber zu Beeinträchtigungen des Blickfeldes im Erdgeschossbereich einiger Aufgänge kommen", wie Lutz Frauendorf mutmaßt, "außerordentliche Bedenken gibt es aber unter den Anwohnern hinsichtlich der zu erwartenden Qualmentwicklung",

Fundierte Munition zur Ablehnung des Vorhabens steuerte Peter Mosch bei: "In Jocketa wird eine solche Anlage mit Kosten von 15 Cent pro Kilowattstunde betrieben. Wirtschaftliche Ölheizungen liegen bei etwa 5 Cent. Nicht ganz in diesem Bereich arbeitet in Syrau zur Versorgung der Schule und der Gemeindehäuser auf der Basis der Abwärmenutzung.

Die Zahlen für die in Tanna genutzte Hackschnitzelanlage werde ich dem Rat auf der Grundlage der Jahresabrechnungen für die Bewohner nachreichen", sagte er. Zusätzlich verwies er auf die hohen Nebenkosten von 50 000 Euro während einer Nutzungsdauer von 15 Jahren, die durch die Ablösung des aufzunehmenden Kredits fällig werden würden.

Bürgermeister Achim Schulz schlug vor, sich gemeinsam eine oder mehrere Anlagen auf Hackschnitzelbasis anzusehen, um sich ein objektives Bild zu verschaffen und stellte klar, dass es keine voreiligen Schritte geben darf.