Über 5000 Zuschauer beim 8. Pausaer Trabantrennen

Das Sieger-Team fuhr 101 Runden. Hinter dem Steuer saßen Sören Heinrich, Jens Göpel und Dirk Eichhorn. Platz zwei ging mit einer Runde weniger an das Team der Kfz-Werkstatt Zauge aus Ebersgrün. Hier war Silke Reinhold die Teamleiterin. Beim Rennen am Steuer saßen Michael Winkler, Jens Reinhold und Robert Winkler. Dritte wurden die Hollyfield Stoffer's I aus Greiz (Teamleiterin Cynthia Wetzel) mit 98 gefahrenen Runden.

5 000 Zuschauer, so die offizielle Zahl der Rennleitung, passierten an diesem Tag die Eingangstore zum Rennareal im Pausaer Gewerbegebiet und wohnten dem Rennen bei. Acht Stunden Fahrzeit umfasste dies. 83 Teams gingen an den Start. 85 waren gemeldet, ein Team reiste nicht an, eines zog am Samstagmorgen ihr Startrecht zurück. Los ging es wie immer am Samstagvormittag Punkt zehn Uhr. Pausas Bürgermeister Jonny Ansorge vollzog unterstützt von hübschen Boxengirls den Start. Die "Helferinnen" des Stadtoberhauptes waren Sandra Hegner, Geraldine Taubner, Chris Birkholz und Lisa Haufe. Sie wiesen auf das Jubiläumsstadtfest im kommenden Jahr hin.

Zur Halbzeit des Rennens gab es dieses Jahr ein Novum. Die Rennrichtung wurde umgekehrt. Dazu wurden Neutralitätsrunden gefahren, bei dem Arndt Rudolph aus der Rennleitung im Safety-Car das Feld anführte. Für diesen Wechsel der Fahrtrichtung hatten sich die Teilnehmer am Vorabend des Rennens mehrheitlich ausgesprochen. Dazu vollzog die Rennleitung eine Abstimmung unter den Teamleitern. Von 84 Teams waren 42 dafür, 36 dagegen, der Rest enthielt sich der Stimme, so Liesch am Sonntag.

Wettermäßig hatten die Piloten in diesem Jahr Glück, es gab kaum Wasser von oben. Deshalb wässerten die beiden Traktoristen der Agrargenossenschaft "Weidagrund" Unterreichenau insgesamt vier mal den Kurs. "Sie setzten dazu insgesamt 112 000 Liter Wasser ein. Dafür sagen wir Danke schön", so Rennleiter Fabian Liesch. Der dankte aber nicht nur den Landwirten für ihre Hilfe, sondern auch den Anwohnern im Gewerbegebiet für ihr Verständnis und der Stadtverwaltung für ihre Unterstützung.

Zur Hälfte des Rennens führte bereits die Startnummer 36, der spätere Sieger "200 Puls II" aus der Pausaer Nachbarstadt. 53 Runden stand für das Team zu dieser Zeit in der offiziellen Fahrerwertung zu Buche. Auf die gleiche Rundenzahl waren bis dahin auch Jens Flach und sein Team "Werk II" aus Dobia bei Pausa gekommen. "Bis zur Mitte des Rennens waren wir mit den Verlauf zufrieden", bilanzierte Jens Flach nach dem Rennen. "Doch dann kamen die Reparaturen." Am Ende wurde das Team 14. mit 95 Runden.

Eine Runde mehr hatten nach acht Stunden die Dritten zur Rennhalbzeit gefahren. Das waren die "Torpedo Boys" aus Rehfelde bei Strausberg. Die schnellste Runde, mit 3:34 Minuten für die 2300 Meter fuhr die AG Rennsport, dem Team des Pöllwitzers Eric Schmidt. Es war seine 94. Runde von insgesamt 99 absolvierten. Pünktlich 18 Uhr winkte Rennleiter Liesch mit der schwarz-weißkarierten Fahne das Rennen ab.

Es gehört zum Reglement, dass die fünf Autos, welche die meisten Runden absolviert haben, nach Zielschluss zur Motorkontrolle in das Areal an der Tankstelle gebeten werden. Dabei wird festgestellt, ob die Motoren der schnellsten Autos unerlaubten Leistungsverbesserungen durch die Teilnehmer unterzogen wurden. Zur Überprüfung hatte sich die Rennleitung fachliche Unterstützung durch den ehemaligen VEB-Sachsenring-Mitarbeiter Bernd Knote (Werkzeugmacher) aus Kirchberg und Klaus Teichmann (Inhaber einer Trabant-Vertragswerkstatt zu DDR-Zeiten in Karl-Marx-Stadt) ins Boot geholt.

Kontrolliert wurden neben dem Siegerauto und den späteren Zweit- sowie Drittplatzierten weitere vier Teams. "Wir haben erstmals insgesamt sieben Autos kontrolliert, vier davon mussten wir wegen Unregelmäßigkeiten am Motor disqualifizieren", berichtete Rennleiter Fabian Liesch. So rutschten die Teams ab Platz acht noch nach vorne. Das betraf auch Dobia, die sich so auf Rang 14 wiederfanden.