TV-Auftritt mit Bravour

Schauspielerin Cheryl Shepard erklärte, wie sie ihre offene Ehe lebt. Jörg Kachelmann und Dirk Rossmann diskutierten über Tariflohn, die Technikverdrossenheit des Unternehmers und wie er es mit der offenen Ehe hält. Doch am meisten interessiert die Vogtländer der Auftritt einer Frau aus Plauen beim MDR-Riverboat am Freitag: Miss "50plus Germany" Evelyn Reißmann erzählte ihre Lebensgeschichte.

Plauen/Leipzig -  Evelyn Reißmann aus Plauen ist in diesen Tagen eine viel gefragte Frau. Der Grund: Vor wenigen Wochen wurde sie zur schönsten Frau Deutschland über 50 und damit zur "Miss 50plus Germany" gekürt.
Seitdem steht das Telefon der 53-jährigen Versicherungsfrau nicht mehr still. Zeitungsredaktionen, Radiostationen und Fernsehsender bitten um ein Interview. So auch der Mitteldeutsche Rundfunk MDR. Evelyn Reißmann wurde zum "Riverboat" eingeladen. Die Talk-Show ging am Freitagabend über den Bildschirm. Die Plauenerin absolvierte ihren ersten Fernsehauftritt charmant und souverän.
Wie immer beim "Riverboat" war die Runde der eingeladenen Gäste gut gemixt. Diesmal stellten sich Starkoch Alexander Herrmann, Drogeriekönig Dirk Rossmann, Schauspielerin Cherly Shepard, Autorin Mareile Höppner, Kabarettist Gunter Böhnke, Journalist Peter Hahne und eben die Vogtländerin Evelyn Reißmann den Fragen. Die Gäste wurden von den Moderatoren Kim Fisher und Jörg Kachelmann durch die informativen, angenehmen aber auch kritischen Gespräche geführt.
Obwohl es laut eigener Aussage die erste Talk-Show für Evelyn Reißmann war, wirkte die attraktive Frau ruhig, selbstbewusst und fast schon "kameraerfahren".
Erstaunlich: Miss 50plus Germany plauderte locker und vor allem im reinen Hochdeutsch. Darüber staunten vor allem die Moderatoren. "Ja klar, ich bin mit Herz und Seele eine Vogtländerin und hier aufgewachsen. Meinen vorhandenen Dialekt versuche ich jedoch etwas zu vermeiden", erklärte Reißmann.
Grund dafür sei ein längerer Aufenthalt im Allgäu gewesen. "Was viele noch nicht wissen: Ich bin 1989 über die Prager Botschaft in den Westen gekommen. Ich saß mit in dem Zug, der uns von Prag über Reichenbach und Plauen in den Westen, nach Hof, brachte. Danach bin ich in Kempten gelandet und habe mich dort erst einmal beruflich etabliert. Da ist mir auch der vogtländische Dialekt etwas abhanden gekommen, berichtete Frau Reißmann im "Riverboat".
Die Sehnsucht nach der Heimat war stark. Mitte der 1990-er Jahr kam Evelyn Reißmann zurück ins Vogtland. Moderatorin Kim Fisher wollte mehrfach wissen, seit wann denn der Wunsch zur Teilnahme an einer Miss-Wahl bestand und warum er erst so spät realisiert wurde. "Geträumt habe ich davon bereits als junge Frau. Doch erst jetzt hatte ich dazu das notwendige Selbstbewusstsein und die Gelassenheit", erklärte die amtierende Miss 50plus, die sich immerhin bei dem Ausscheid gegen 50 weitere Teilnehmerinnen erfolgreich durchsetzen konnte. "Das waren alles gestandene und attraktive Frauen. Wir haben uns gut verstanden", betonte Reißmann.
In ihrer Gesprächsführung ging Kim Fisher ziemlich ins Detail und dabei auch ans "Eingemachte". Ob denn alles an der Schönheit echt sei oder etwas nachgeholfen wurde? Evelyn Reißmann konterte trotz des Live-Publikums im "Riverboat" und den Zuschauern am Bildschirm gelassen. "Klar hab ich schon eine wenig reparieren lassen. Ab und zu eine Botox-Spritze gegen die Fältchen. Mehr nicht", so die offene Antwort der attraktiven Plauenerin.
Rund 15 Minuten plauderten Kim Fisher und Jörg Kachelmann mit Frau Reißmann. Der erste TV-Auftritt wurde für die charmante Vogtländerin zum vollen Erfolg. Dafür gab es am Ende sogar ein öffentliches Lob von Kim Fisher: "Das war ein schöner Auftritt. Gut gemacht", lobte die Moderatorin. Hagen Hartwig