Trinkwasserpreis im Vogtland sinkt 2018

Der Zweckverband Wasser/ Abwasser Vogtland (ZWAV), der im Haushaltsjahr mit 60 Millionen Euro bei Einnahmen und Ausgaben plant, werde nicht in Liquiditätsengpässe geraten.

Darüber informierte Verbandsvorsitzender Ralf Oberdorfer die anwesenden Oberbürgermeister und Bürgermeister zur Verbandsversammlung am Montag in Plauen. Zugleich gab er bekannt, dass 2016 durch den ZWAV 0,5 Prozent weniger Trinkwasser verkauft wurde als in den Vorjahren. Dennoch werde es in 2018 zu einer Preissenkung für Trinkwasser kommen, so Plauens Oberbürgermeister.

Er informierte außerdem, dass die Mitarbeiter des ZWAV im gesamten Verbandsgebiet derzeit alle Hände voll zu tun hätten, um Rohrbrüche zu beheben. Aktuell seien 134 registriert.

Diesbezüglich erläuterte Oberdorfer, dass die jahrelange Praktik des ZWAV, Reparaturen auf einer Leitungslänge bis 50 Metern als Instandhaltungsmaßnahmen zu führen, nun durch einen Beschluss des ZWAV-Verwaltungsrates unterlegt wurde.

Die Erneuerung von Leitungen sei aus den Einnahmen für Wasser und Abwasser nicht finanzierbar. Auch bei Reparaturen an Leitungsabschnitten größer als 50 Meter sind durch die betroffenen Gemeinden Straßenentwässerungskostenanteile zu zahlen. Oberdorfer bat seine Kolleginnen und Kollegen deshalb, ein Mindestmaß an Flexibilität in die Haushaltsplanungen der Kommunen einzukalkulieren.

Mehr als 40 Prozent aller Investitionen des ZWAV betreffen Leitungserneuerungen. Mit jeweils einstimmigen Beschlüssen kam die Zweckverbandsversammlung gestern Verbraucherwünschen nach. Demzufolge werden die allgemeinen Bedingungen an die Versorgung mit Wasser und die Entsorgung des Abwassers so angepasst, dass Abschläge künftig monatlich zu zahlen sind. Bislang erfolgte die Abschlagszahlung zweimonatlich. red