Trinkwasser in Oelsnitz wieder sauber

Das Leitungswasser in der Stadt Oelsnitz und im Umland ist wieder sauber. Die Menschen können aufatmen. Und auch der ZWAV tut es. Rund 150 Proben wurden gezogen und nach der Ursache geforscht.

Oelsnitz/Plauen - Das Leitungswasser in der Stadt Oelsnitz und im Umland ist wieder sauber. Es brauche nicht mehr abgekocht zu werden, teilte das Landratsamt in Plauen am Donnerstag mit. Es könne ohne Bedenken getrunken oder auch zum Zähneputzen genutzt werden. Aktuellen Messungen zufolge sei das Wasser in diesen Gebieten wieder einwandfrei. Auf diese Nachricht hatten die 10 000 betroffenen Einwohner seit Tagen gewartet.

Vor etwa einer Woche war bei routinemäßigen Kontrollen festgestellt worden, dass in Oelsnitz sowie einigen umliegenden Orten das Leitungswasser mit Colibakterien verunreinigt war. Diese können Durchfall verursachen. Das Wasser sollte deshalb vor Gebrauch abgekocht werden. Bisher sind keine Erkrankungen dadurch bekanntgeworden. Wie es zu der Verunreinigung des Wassers kam ist laut Frank Meyer, Verantwortlicher für Trinkwasser beim Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (ZWAV), noch nicht geklärt. "Unsere Kollegen waren im Quellgebiet Korna unterwegs und haben jeden einzelnen Schacht und Strang geprüft. Es konnten keine Schäden festgestellt werden. Der Verdacht, die Forstwirtschaft hat mit ihren schweren Holzrückemaschinen etwas beschädigt oder mit tiefen Spurrillen verursacht, dass Oberflächenwasser ungefiltert eintritt, hat sich nicht bestätigt", sagte Meyer.

Er vermutet noch immer, dass Gülle eingespült wurde. Nur konnte auch das bisher keinem nachgewiesen werden. "Die Agrargenossenschaft Tirschendorf jedenfalls hat keine Flächen, die an unser Gebiet grenzen. Sie kann kein Verursacher sein", erklärt Meyer. Rund 150 Proben wurden an verschiedenen Stellen in den vergangenen Tagen gezogen, bis Donnerstag die erlösende Nachricht von dem beauftragten Labor kam. Der Grenzwert für derartige Belastungen liegt bei Null - das Trinkwasser ist absolut rein.

"Auch uns fällt ein Stein vom Herzen", sagte Meyer. Und er bedankte sich zugleich bei den betroffenen Einwohnern für ihre Geduld und für ihr Verständnis. Nach der Nachricht aus dem Labor, dass das Leitungswasser wieder sauber ist, haben nach Aussage Meyers Mitarbeiter des ZWAV rund 3000 Zettel an die Häuser verteilt. "Die gleiche Anzahl wie vor einer Woche, als die Verunreinigung von uns entdeckt wurde und wir die Leute sofort warnen wollten", so Meyer. M. T.