Triebeler haben den Kanal voll

Triebel - Die Triebeler sind verärgert: Alle Anlieger, die dieses und nächstes Jahr an den Schmutzwasserkanal angeschlossen werden, sollen sich mit 124,80 Euro pro laufendem Meter an den Baukosten beteiligen. Das sind knapp 35 Euro mehr, als jene Grundstückseigentümer zahlten, welche 2008 angeschlossen wurden. Der Kanalbau mit einem Gesamtvolumen von 2,9 Millionen Euro wird durch den VSTR Rodewisch ab April fortgesetzt. Er habe für diese drastische Erhöhung keinerlei Verständnis und zweifele die Demokratie an, so Dr. Henning Schönekerl von den Freien Wählern. Er forderte die Vertreter des ZWAV auf, sich im Ort blicken zu lassen, um Rede und Antwort zu stehen. Dies soll laut Bürgermeisterin auch am 23. April zur nächsten Ratssitzung geschehen. Zur Sitzung der Triebeler Gemeinderäte wurde die Wahl der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehren Triebel und Wiedersberg einstimmig bestätigt. Dies sind Ingo Pfretzschner (seit 1994) und sein Stellvertreter Mathias Lössl in Triebel, sowie Thomas Barthel (seit 1993) und sein Stellvertreter Lutz Reuter in Wiedersberg. Bürgermeisterin Ilona Groß dankte für das große Engagement. Auch die 35 digitalen Meldeempfänger sind mittlerweile im Einsatz. 112 400 Euro hat die Gemeinde aus dem Konjunkturpaket II in Aussicht gestellt bekommen. Dafür, und mit den zusätzlichen 41 100 Euro Eigenmittel aus der Rücklage, soll das Kulturhaus saniert werden. Geplant ist die Modernisierung der Heizanlage mit dem Ziel, 40 Prozent weniger Gas zu verbrauchen. Weiter soll das Haus wärmegedämmt werden und es erfolgt ein Gebäudeanbau von 6 mal 13 Meter als Sanitärtrakt. Dadurch werden die Nutzungsbedingungen für die breite Öffentlichkeit wesentlich verbessert. Die Liste wurde ans Landratsamt eingereicht. Freudig aufgenommen wurde die Nachricht, dass das Vorschuljahr im Kindergarten nun beitragsfrei sei. Die Gemeinde erhält, für die zurzeit zehn Kinder monatlich 980 Euro Landeszuschuss. Steffen Windisch