Trickfilm über das Vogtland

Das wird ein Spaß: Stefanie Hertel spricht die Hauptfigur, Vater Eberhard einen Gastwirt und die Vogtland-Philharmonie spielt die Filmmusiken: Die Zeichentrickserie "Ella - eine Vogtlandsaga" führt in das Vogtland des Jahres 1743. Natürlich geht es um Liebe...

Oelsnitz/Greiz  -  Die Produktion läuft auf vollen Touren, wie Regisseurin Sabine Maria Schoeneich sagt, die das Drehbuch geschrieben hat. "Die liebevoll inszenierte Geschichte dreht sich um die aus armen Verhältnissen stammende Ella, die sich in den Jägerssohn Hans verliebt. Das Ganze spielt in Greiz und Umgebung", berichtet sie.
Laut Schoeneich werden zehn Folgen à zehn Minuten produziert - im Sommer (abhängig von Corona) soll die erste Folge zu sehen sein. "Auf YouTube, damit es jeder sehen kann." Wie die ausgebildete Sängerin betont, ist bereits die zweite Staffel ins Auge gefasst.
Die Hauptrolle der "Ella" spricht die in Oelsnitz geborene Stefanie Hertel, der es eine Herzensangelegenheit sei, bei dem Projekt dabei zu sein. Sie wird auch als Sängerin zu hören sein, unter anderem mit einem von ihr selbst getexteten und komponierten Lied "Kräuterhexen". Ihr Vater Eberhard Hertel steht in der Rolle des alten Gastwirts Fürchtegott am Mikrofon. Die Tonaufnahmen erfolgten im Tonstudio Engelhardt in Lengenfeld, wo die Profis mit talentierten Laien arbeiten. Demnächst erfolgen Einspielungen der Vogtlandphilharmonie Greiz/Reichenbach. Intendant Stefan Fraas schwärmt von der Filmmusik, die Historie und lokalen musikalische Einflüssen verbinde. So sei Musik von Hilmar Mückenberger in modernem Gewand zu hören und auch Eigenkompositionen. Fraas hatte Stefanie Hertel für das Filmprojekt begeistert. So funktionieren Netzwerke.
Regisseurin Schoeneich arbeitet als Lehrerin für Gesang und Klavier an der Little Opera in Rellingen bei Hamburg, einer kleinen feinen Musikschule. Sie ist in Rostock geboren und in Leipzig als Kind von Theaterleuten aufgewachsen. Die Ferien habe sie oft bei ihren Großeltern in Greiz verbracht - wo sie viel über Bräuche, Mythen und Sagen des Vogtlands erfahren habe. "Ich habe lange überlegt, etwas über die Gegend zu schreiben, die im Westen Deutschlands nur wenige kennen."
Bei einem Projekt von Little Opera und der Greizer Musikschule 2017 habe sie Michal Hufenbach kennengelernt, einen Animationskünstler aus dem Vogtland. Gemeinsam mit Produzent Heiko Büter treibe man das Projekt voran, das vom Freistaat Thüringen unterstützt wird. Partner aus der Region seien der Tourismusverband Vogtland, Stadt Greiz, Sommerpalais und Vogtlandhalle Greiz sowie Vogtland Philharmonie und Grünbacher Folkloristen. ufa