Treuener spendet für krebskranke Kinder 7000 Euro

Der gebürtige Treuener Extremradsportler Jens Singer hat vor wenigen Tagen Landrat Dr. Tassilo Lenk mit einem Scheck in Höhe von 7000 Euro einen nachträgliche Weihnachtsfreude bereitet. Das Geld kommt dem von Lenk ins Leben gerufenen Verein für krebskranke Kinder zugute, der betroffene Kinder und ihre Familien in medizinischen, wie auch seelischen und wirtschaftlichen Fragen begleitet.

Jens Singer hat dafür zehn Tage für jeweils 5 bis 6 Stunden auf dem Münchener Marienplatz in die Pedale seines Fahrrades getreten, das er dafür eigens in einen so genannten Rollentrainer gestellt hatte. Radtouren hat Singer schon seit Jahren gemacht. Als Amateurradsportler fährt er Rennen in Bayern, Rheinland-Pfalz und auch im Osten mit. Seit zwei Jahren jedoch tut er das für jedweden guten Zweck, der ihm geeignet erscheint.

 

Leidenschaftlich berichtet Singer von seinem Hobby, das ihn durch ganz Deutschland führt. Angefangen hatte sein Spendenfieber im Jahre 2007, als ihn die erste Benefiz-Radtour durch alle Bundesländer führte. Er hatte damals für die Kinderkrebshilfe in Bonn 3000 Kilometer in acht Tagen zurückgelegt (wir berichteten). Nach zahlreichen weiteren erfolgreichen wohltätigen Radaktionen trieb den Treuener die Heimatliebe zurück ins Vogtland. Ein Begünstigter im Vogtland war per Internet schnell gefunden. Also radelte er am Münchner Marienplatz tagelang für die Krebshilfe unserer Region. Tausende Benefiz-Kilometer hinter und eine Tafel mit Schriftzug zum Spendenzweck vor sich, so sammelte er in der bayerischen Hauptstadt von Jung und Alt, Groß und Klein für das Wohl fremder Menschen im Vogtland.

 

"Häufig spenden sogar Jugendgruppen, obwohl man meinen möge, die Jugend habe heutzutage andere Dinge im Kopf! Weit gefehlt!" lobt der Extremradler anerkennend die überraschende Freigiebigkeit besonders jugendlicher Passanten. Unter den Spendern fürs Vogtland habe es sogar einige Prominente, wie den Schauspieler Wolfgang Fiereck, Profiboxer Virgil Eugene Hill sowie die Fußballer Matthias Sammer und Dietmar Hamann gegeben, berichten der Radsportler und seine Frau Christina stolz dem überraschten Landrat. Dieser informierte, dass im Januar die Unterlagen für die Gründung der Stiftung bei der Landesdirektion eingereicht werden. Damit soll die Hilfe für die Kinder und Familien langfristig gesichert bleiben. va