Treuen Vorreiter bei Bürgerkoffer

Die Treuener Verwaltung erhält Zuwachs. Der "neue Mitarbeiter" ist ein Leichtgewicht - es handelt sich um einen Bürgerkoffer, der gestern von Sachsens Justizminister Dr. Jürgen Martens übergeben wurde.

Treuen - Treuen geht voran - in Sachen Bürgerkoffer: Als erste Kommune Sachsens erhielt Treuen gestern ein solches mobiles Bürgerbüro. Dieses ist mit Laptop, Drucker und Scanner ausgestattet. Insgesamt sind rund 13 000 Euro bei der Anschaffung fällig. Die Kosten der Hardware betragen 6500 Euro - 20 Prozent davon trägt die Stadt Treuen.

"Planbarer, flexibler und effizienter soll die Verwaltung mit Hilfe des Bürgerkoffers werden", so Justizminister Martens. "Nicht immer kann der Bürger zum Amt ankommen, also kommt das Amt zum Bürger" - zum Beispiel in Alten-und Pflegeheimen, in Außenstellen der Gemeindeverwaltung oder in besonders abgelegene Wohngegenden im ländlichen Raum. Damit werde es beispielsweise möglich, einen Reisepass direkt von zu Hause aus zu beantragen. In den vergangenen Wochen sind Mitarbeiter der Treuener Stadtverwaltung am Inhalt des 15 Kilo schweren Koffers geschult wurden.

Zum Einsatz soll die Neuanschaffung zunächst im Melde-und Gewerbeamt kommen. Mögliche Außen-Einsatzorte sind das AWO-Pflegeheim und die Außenstelle der Verwaltung in Neuensalz. "Die Programme sind die selben wie bisher", so Bürgermeisterin Andrea Jedzig. Neu ist nur die Technik aus dem Koffer. Neben Treuen erhielten gestern Limbach-Oberfrohna und Schkeuditz die ersten Bürgerkoffer.    M.W.

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