Tretminen entschärfen

Über die Zukunft des Rückertplatzes machen sich nicht nur Anwohner Gedanken, sondern auch Institutionen und Vereine vor Ort.

Von Stephanie Rössel

Plauen Eine Besprechung mit der Baubürgermeisterin Kerstin Wolf gab es am Montagnachmittag in dem kleinen Park am Rückertplatz. Vertreter der Partei Bündnis 90/Grüne, der Mobilen Jugendarbeit, der angrenzenden Rückertschule sowie weiteren im Stadtteil Haselbrunn engagierten Personen.
In der Vergangenheit habe man viele Problemstellen und Wünsche zusammen getragen. Für Lösungen machte Kerstin Wolf nun Hoffnung. Im vergangenen Jahr sei eine weitere Förderperiode des Europäischer Sozialfonds (ESF) angelaufen. Die Stadtverwaltung möchte den Stadtteil als Sanierungsgebiet planen. Erste Pläne sollen den Stadträten bald vorgelegt werden. Sobald die Förderrichtlinien bekannt seien, werde man am Konzept arbeiten. Im öffentlichen Bereich sei es dann möglich Grünflächenverschönerung, Spielplatzerneuerung, Straßenbau oder die Sanierung von Gebäuden voran zu treiben. Für Privatpersonen bedeute dies beispielsweise die finanzielle Unterstützung von energetischen Sanierungen. Erfahrungen habe man bereits mit der östlichen Bahnhofsvorstadt gesammelt. "Dort haben wir Lehrgeld gezahlt, aber auch gelernt.", sagt die Baubürgermeisterin.
Ein wichtiger Punkt am Rückertplatz ist die Nutzung der Grünfläche durch die angrenzende Grundschule und den Hort. Da kein Schulhof vorhanden sei und wenig Platz im Außenbereich, gehe man oft mit den Kindern in den kleinen Park. Außerdem müssen die Mädchen und Jungen zum Schulgarten zweimal die Straße überqueren. Deshalb die Bitte um Zebrastreifen. Das Nachbargrundstück des Schulgartens sei ebenfalls ein Problem. Einerseits seien die Grundstücke nicht durch einen Zaun abgegrenzt, andererseits verwildere der Bereich. "Bei solchen Fällen sind uns als Stadt eher die Hände gebunden. Wenn das Grundstück entsprechend eingefriedet ist und keine Gefahr davon ausgeht, dann haben wir keine Handlungsmöglichkeit. Der Zaun dazwischen obliegt dem Nachbarschaftsrecht", so Wolf. Prüfen möchte sie aber die Möglichkeit einer Entnahmestelle für Hundekotbeutel und entsprechende Müllbehälter. Beides befinde sich nicht vor Ort und die Grünfläche sei voller Tretminen.