Treibjagd in Dehles

13 Wildschweine, 3 Rehe und 1 Fuchs sind die Bilanz einer Treibjagd in Dehles im Burgsteingebiet - Muffelwild aber nicht. Jagdpächter Frank Hellfritzsch zeigt sich dennoch zufrieden. "Es ist das bisher höchste Ergebnis einer Treibjagd - aber das war auch nötig."

Der Jagdleiter verweist auf die Spuren, welche das Schwarzwild in Richtung Kemnitz hinterlassen hat. Wildschweine fressen Eicheln und brauchen dann tierisches Eiweiß in Form von Regenwürmern: Eine Rotte kann eine Wiese, wie bei Kemnitz, in eine Mondlandschaft verwandeln. Da es in diesem Jahr viele Eicheln gibt, sind größere Schäden zu befürchten.

"Allein mit Ansitzjagden ist es nicht zu schaffen, oft bin ich bis 1 Uhr draußen, aber irgendwann muss jeder schlafen, früh geht's schließlich wieder auf Arbeit", so der Forsttechniker. Und es scheint als wüssten die Schweine das ganz genau "Die lassen sich erst später blicken, man sieht am nächsten Tag nur noch die Spuren", sagt Hellfritzsch. Das Foto zeigt ihn mit den toten Tieren.

Beim "Strecke legen" blies er kräftig ins Horn. Seit er sieben ist, bläst er Jagdhorn, damals bei den Jagdhornbläsern vom Burgstein, heute, um dem Wild die letzte Ehre zu erweisen. Text und Foto: Juliane Seiler