Traumreise durch Jahrhunderte

Am Samstag konnten die Zuschauer auf der Kleinen Bühne des Theaters Plauen-Zwickau eine brillante Premiere erleben. Nataliia Ulasevych und Marcus Sandmann ließen die Gäste miterleben, was passiert, wenn es heißt "Kind, ich schlaf so schlecht".

Von Gabi Kertscher

Plauen In einer Traumreise durch die Jahrhunderte erklangen über 30 verschiedene Musikstücke. Die Tour durch die Betten von Madame Pompadour, von Schauspielern bis hin zu Revuetänzerinnen war von Jürgen Pöckel in Szene gesetzt. Im Zentrum des Bühnenbildes stand ein großes Bett, das sich immer wieder drehte. Es diente als Trampolin und als Kuschelecke. So abwechslungsreich wie die Melodien, waren auch die Kostüme. Charlotte Labenz hatte Wert auf Details gelegt. Egal, ob es die Reizwäsche der Pompadour, der Federschmuck der Revuetänzerin oder das altgriechische Gewand waren, es passte zum Musikstück und unterstrich die Auftritte in den jeweiligen Rollen. Nicht umsonst stellte sich Marcus Sandmann als "Allzweckwaffe des Theaters Plauen-Zwickau" vor. Die beiden Künstler zeigten ihr Talent als Schauspieler, Tänzer bis hin zur Clownerie. Als Nataliia Ulasevych das russische Wiegenlied Kolybel'naya von Anna German sang, zog völlige Ruhe im Saal ein. Sie hatte bereits im Vorfeld zur Premiere geäußert, dass es für sie etwas ganz Besonderes sei, dieses Lied zu singen. Die Titel reichten von Arien aus Bachs "Goldberg-Variationen" und Ausschnitten aus der "Jagdkantate", über Musical-Melodien aus "My Fair Lady" und Liedern von Robert Stolz, Udo Jürgens und Walter Kolo bis hin zu Veronika Fischers "In jener Nacht" oder Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt", Robert Stolz und Rosenstolz sowie dem wohl meistgesungenen Schlaflied "Der Mond ist aufgegangen".Unter der Leitung von Matthias Spindler am Klavier umrahmten Klarinette, Saxofon, Flöte, Tuba und Schlagzeug den Gesang der Beiden. Künstler, Regisseur, Bühnen- und Kostümbildnerin, Dramaturgie und Choreografie wurden mit minutenlangem Beifall für belohnt.