Toter nach Brand in Plauen

Plauen - In Plauen stand in der Nacht zu Freitag ein Wohnhaus in Flammen. Der Notruf ging kurz vor 1 Uhr in der Rettungsleitstelle ein: Ein Dachstuhl an einem viergeschossigen Mehrfamilienhaus an der Liebknechtstraße 11 und 13 brannte. Die Feuerwehr entdeckte in einer der Wohnungen einen Toten. Ob er an dem Brand starb, ist noch unklar. Zwölf Personen mussten evakuiert werden, teilte die Stadt Plauen mit. Fünf Personen wurden von ihren Balkonen gerettet, vier davon mussten mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. 85 Feuerwehrleute, vier Rettungswagen mit Besatzung, zwei Notärzte und mehrere Einsatzkräfte der Polizei sowie des Sanitäts- und Betreuungszuges Plauen-Oelsnitz waren am Rettungseinsatz beteiligt. Bei Ankunft der Feuerwehr brannte der Dachstuhl auf rund 30 Meter in voller Ausdehnung. An der Rückseite des Hauses befand sich auf einem Balkon eine Familie mit zwei Kindern, auf einem anderen Balkon eine weitere Person. Die sofortige Rettung der Personen von den Balkonen über die Drehleiter gestaltete sich über den unbefestigten Weg im Hinterhof als besonders schwierig. Nach einer Stunde war der Brand unter Kontrolle, die Restablöschung dauert bis in die Vormittagsstunden noch an. Da das Haus nicht mehr bewohnbar ist, wird für eine Unterbringung der evakuierten Personen gesorgt. 85 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Oelsnitz, Syrau, Neundorf, Stöckigt, Thiergarten und Plauen Stadtmitte waren am Einsatz beteiligt. Vier Drehleitern, darunter die Leitern aus Oelsnitz und Syrau, wurden an der Einstatzstelle benötigt. Die Besatzungen von vier Rettungswagen und zwei Notärzte, davon ein leitender Notarzt sowie der organisatorische Leiter Rettungsdienst, kümmerten sich um die zwölf evakuierten Personen. Der Sanitäts- und Betreuungszug Plauen-Oelsnitz mit 21 Kameraden übernahm die Betreuung und Versorgung der Einsatzkräfte. Mehrere Einsatzkräfte der Polizei unterstützten am Anfang die Menschenrettung und sicherten in Folge weiträumig die Einsatzstelle ab. Zehn Feuerwehrleute waren unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung im Haus eingesetzt. Zur Brandursache nimmt die Polizei die Ermittlungen auf. va

 

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