Toter Asylbewerber: Polizei ermittelt gegen Tunesier

Ein 35-jähriger Asylbewerber aus Marokko ist tot und mit einer Stichverletzung im Asylbewerberheim in der Plauener Kasernenstraße gefunden worden. Ein 36-Jähriger aus Tunesien wurde als Tatverdächtiger festgenommen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Wegen der Stichverletzung am Körper des 35-Jährigen habe die Mordkommission die Ermittlungen übernommen, hieß es. Ob der Stich auch die Todesursache ist, war zunächst unklar. Laut Polizei soll das nun eine Obduktion zeigen. Schon am Donnerstag wurden mehrere Mitbewohner, auch aus seinem Zimmer, befragt. Sie hatten gegen 8 Uhr den 35-Jährigen in seinem Bett angesprochen, um ihn zu wecken.

Als er nicht reagierte, ließen sie über den Wachdienst im Heim einen Rettungswagen rufen. Der Notarzt, der erst die Stichverletzung entdeckte, konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen. Zu den genauen Tatumständen sind laut Polizei weitere Ermittlungen erforderlich. Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat den Fall übernommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen wollte sie keine weiteren Auskünfte geben.

Erst Mitte Januar wurde in Dresden ein 20-jähriger Asylbewerber mit mehreren Messerstichen getötet. Nachdem viele einen fremdenfeindlichen Hintergrund vermuteten, nahmen die Fahnder später einen Mitbewohner fest, der den Mann aus Eritrea getötet haben soll. va