Totentanz in Eishalle

Eine Partie Badminton gefällig? Plastinator Gunther von Hagens in Posing-Laune vor seinem sportlichen Männertrio. Schon zuvor klickten die Kameras von Pressefotografen und Ausstellungsbesuchern, als Dr. Tod am Pokertisch Platz nahm und seinen plastinierten Leichen in die Karten lunzte. Von seiner Parkinsonkrankheit schwer gezeichnet, eröffnete der seit Jahrzehnten umstrittene Anatom am Donnerstag in der Greizer Eissporthalle seine "Körperwelten". Diese ganz besondere Exposition, die 20 Ganzkörperplastinate und 200 Einzelpräparate aus dem menschlichen Körper zeigt, sei für ihn Herzensache, verbrachte von Hagens doch seine Jugend vom 6. bis 20. Lebensjahr in Greiz. Zum offiziellen Empfang gab es denn auch ein Wiedersehen mit Schulkameraden, Bekannten, Lokalpolitikern, denen er im Rundgang sein "Kinder"präsentierte: gigantische Giraffenleiber, die drei Apokalyptischen Reiter hoch zu Ross, ein Staffelläufer und eine Balkenturnerin, ein Lebensretter und ein Liebespaar in Aktion. Foto/Text: cze