Tödlicher Streit: 61-Jähriger in U-Haft

Wegen Mietstreitigkeiten musste vermutlich der 35-Jährige aus der Plauener Siegener Straße sterben. Sein 61-jähriger Nachbar Giancarlo F. sitzt in Untersuchungshaft.

Plauen - Die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Zwickau hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den 61-jährigen gebürtigen Italiener Haftbefehl wegen Totschlags erlassen und ihn wegen Fluchtgefahr ins Gefängnis geschickt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung in der Siegener Straße 18 in Plauen auf den 35 Jahre alten Nachbarn mit einem Messer eingestochen zu haben, um ihn zu töten. Dabei brachte er ihm Verletzungen im Brustkorb bei, an denen der 35-jährige Plauener, nachdem er zunächst noch die Wohnung des Italieners verlassen konnte, auf dem Weg ins Krankenhaus starb.

Zu den Hintergründen der Tat wurde bislang laut Staatsanwalt Bernd Sämann nur bekannt, dass es im Vorfeld zu Mietstreitigkeiten zwischen dem vermutlichen Täter und seinem Nachbarn gekommen sein soll. Einzelheiten zu den erlittenen Verletzungen und der Todesursache werden von der Obduktion der Leiche erwartet. Die Ermittlungen der Mordkommission gegen den 61-Jährigen dauern noch an. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der 35-Jährige mit dem 61-Jährigen in dessen Wohnung zunächst verbal aneinandergeraten.

Der Streit sei dann in Gewalttätigkeiten ausgeartet und der 35-Jährige schließlich mit einem Messer verletzt worden. Er habe sich noch ins Treppenhaus geschleppt, wo er dann zusammengebrochen sei. Die 15 Uhr informierten Polizisten hatten den Mann, wie bereits am Donnerstag berichtet, mit massiven Verletzungen in Oberkörper und Kopf gefunden und den Notarzt gerufen. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der 35-Jährige im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Der Wohnungsinhaber wurde sofort festgenommen. Weitere Personen sollen sich zum Tatzeitpunkt nicht in der Wohnung aufgehalten haben. M. T.

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