Thor-Steinar-Laden in Plauen muss schließen

Erfolg für die Gegner der bei Neonazis beliebten Modemarke Thor Steinar: Das Geschäft "Oseberg" in den Plauener Kolonnaden, in dem es diese Kleidung gibt, muss dicht machen.

Das Oberlandesgericht Dresden hat nach eigenen Angaben von Montag die Berufung des Betreibers gegen ein Urteil vom Landgericht Zwickau Ende 2011 zurückgewiesen. Das hatte ihn zur Räumung des Ladens verpflichtet, die er mit seiner Berufung zunächst hatte abwenden können. Mit der Entscheidung des OLG vom 27. Juli ist die Räumungsklage nun rechtskräftig, eine Revision wurde nicht zugelassen.

Der Streit währte rund zweieinhalb Jahre: Der Vermieter hatte dem Ladenbetreiber bereits Ende 2009 - sieben Wochen nach dessen Geschäftseröffnung - wegen arglistiger Täuschung fristlos gekündigt. Der Mieter räumte den Laden jedoch nicht. Nach Ansicht des OLG hätte der Betreiber den Vermieter über den Stellenwert des Labels aufklären müssen - zumal ihm dessen Bedenken gegen die Marke noch vor Vertragsschluss bekanntgeworden seien. Damit steht das Ende Oktober 2009 eröffnete "Oseberg" nun vor dem Aus. va