Theumaer fühlen sich von Plauen abgeschnitten

Fußpflege und Nageldesign hat sich Theumas Gemeinderätin Martina Hermsdorf zur Profession gemacht. Ein Job, der die junge Frau häufig auch mit älteren Jahrgängen ihrer Kunden zusammenkommen lässt. Und dort passiert es, dass ihre Kunden über die schlechte Verkehrsanbindung nach Oelsnitz und noch mehr nach Plauen klagen. Doch auch jungen Leuten ohne fahrbaren Untersatz ist es am Wochenende und in Ferienzeiten schier unmöglich, Plauen aufzusuchen.

 

Lediglich die Schulbusse garantieren derzeit noch eine Anbindung Theumas an das Leben in Plauen. Es müsse doch möglich sein, ähnlich wie in Großfriesen, mit dem Örtlichen Personennahverkehr Vogtland (ÖPNV) eine Übereinkunft zu einer Art Anruf-Sammeltaxi zu treffen, meint Hermsdorf. FDP-Gemeinderat Ulrich Riedel stimmte dem zu. "Du tust zwar alles für die Füße unserer Einwohner", richtete er das Wort an Hermsdorf. "Doch bis Plauen können sie dennoch nicht laufen." Riedel hatte im Februar einen ähnlich lautenden Antrag an den ÖPNV gestellt. In der Antwort an ihn wurde das Anliegen zwar positiv gewertet, eine Lösung jedoch gab es nicht. Parallel davon wurde die Gemeindeverwaltung vom Riedelschen Antrag informiert. Dort hieß es, dass die Gemeinde bei Bedarf auf derartige Fahrten zuzahlen müsse.

 

Pro Fahrt hätte die Gemeinde 7,20 Euro zu berappen, der Fahrgast zusätzlich 2,10 Euro. Dass der Fahrgast zahlen muss, verstand sich unter den Gemeinderäten von selbst. Doch dass die Gemeinde zusätzlich zur Kasse gebeten wird, fand kaum Verständnis. "Als vor Jahren die Buslinien eingestellt wurden, hat uns auch keiner positiv an den eingesparten Kosten beteiligt", argumetierte Riedel. Insofern müsse der ÖPNV zuerst einmal die Zuzahlung für die Gemeinde begründen.  mam